Logitech ASTRO A50 5. Gen im Test
Mit der fünften Generation des kabellosen Gaming-Headsets bringt Logitech G mehrere technische Neuerungen in die klassische A50-Reihe: Bluetooth-Audio, USB-C-Anbindung an mehrere Systeme und Graphen-Treiber. Logitech stellte das ASTRO A50 der 5. Generation im September 2024 vor und kündigte die deutsche Auslieferung für Oktober 2024 an. Es richtet sich an PC-, Xbox- und PlayStation-Spieler, die kabellos zwischen mehreren Quellen wechseln möchten. Die magnetische Dockingstation mit integriertem Akku-Management bleibt erhalten, wurde jedoch technisch überarbeitet und erlaubt nun den Anschluss von bis zu drei Spielsystemen per USB. PLAYSYNC wählt jeweils eine dieser Audioquellen aus; zusätzlich lässt sich Bluetooth-Ton beimischen.1, 3
Geeignet für
Ungeeignet für
Wie wir getestet haben
Für den Test der ASTRO A50 5. Generation standen uns drei identische Testexemplare zur Verfügung, die unabhängig voneinander von drei verschiedenen Personen genutzt wurden. Die Headsets kamen sowohl am PC als auch an der Xbox Series X und der PlayStation 5 zum Einsatz. Getestet wurden Klangqualität, Mikrofonleistung, Bluetooth-Mischung, Akkulaufzeit und die Bedienung der PLAYSYNC-Dockingstation im Alltag. Die Bewertungen basieren auf längeren Gaming-Sessions, systemübergreifender Nutzung und realen Szenarien mit Discord, Voice-Chat und Musikstreaming. Alle Beobachtungen wurden anschließend zusammengetragen und gemeinsam bewertet.

Technische Werte
| Merkmal | ASTRO A50 – 5. Generation |
|---|---|
| Treiber | 40 mm PRO-G Graphene |
| Frequenzbereich | 20 – 20.000 Hz |
| Wireless | LIGHTSPEED 2,4 GHz (PC, Xbox, PS5), Bluetooth 5.0 + LE |
| Akkulaufzeit | ca. 24 Stunden (Headset), automatische Ladung per Dock |
| Gewicht | ca. 363 g |
| Mikrofon | Omnidirektional, 60 bis 20.000 Hz; Abtastung bis 16 Bit/48 kHz, Flip-to-Mute |
| Plattformen | Xbox Series X, S, PlayStation 5, PC, macOS, Switch (Dock) |
| Dockingstation | 3x USB-C In, PLAYSYNC-Wechsel per Knopfdruck |
| Software | Logitech G HUB (PC, macOS), Logitech G App (iOS, Android) |
| Preis (UVP) | 329,99 € laut deutscher Einzelankündigung; Auslieferung ab Oktober 2024 |
Logitech ASTRO A50 5. Gen im Alltag
Im Alltag punktet das Headset vor allem durch seine unkomplizierte Handhabung. Das automatische Ein- und Ausschalten beim Aufsetzen und Ablegen funktioniert zuverlässig, die Akkustand-Anzeige ist jederzeit klar erkennbar und die Verbindung zu PC, Xbox oder PS5 steht innerhalb weniger Sekunden. Die Bluetooth-Funktion erwies sich im Test als besonders praktisch, um parallel mit Musik-Apps zu arbeiten. Trotz fehlender EQ-Taste ist das Soundprofil alltagstauglich abgestimmt, sodass keine ständige Nachjustierung nötig ist. Auch bei längeren Sessions bleibt das Tragegefühl angenehm, wobei der offene Aufbau leise Umgebungsgeräusche durchlässt, was im Büroalltag teils gewünscht, in lauter Umgebung jedoch störend sein kann.

- Klarer Bass
- Bluetooth integriert
- PLAYSYNC-Wechsel
- Starke Akkulaufzeit
- Multi-Plattform-Support
- Keine EQ-Taste
- Geringe Abschirmung
- Hoher Preis
Design & Verarbeitung
Optisch setzt das ASTRO A50 der 5. Generation auf ein offenes, funktionales Design mit sichtbaren Kabelverbindungen und freischwebenden Ohrmuscheln. Rote Akzente innerhalb der Kabelführung sorgen für gezielte Farbtupfer, ohne optisch zu dominieren. Klappbar bleibt das Mikrofon weiterhin und schaltet sich beim Hochklappen automatisch stumm. Als zentraler Lade- und Verbindungspunkt dient die zugehörige Dockingstation, die PC, Xbox und PS5 über drei USB-C-Eingänge für PLAYSYNC einbindet. Verwendete Materialien wirken hochwertig, die Haptik ist stabil, und sämtliche Bedienelemente sind gut erreichbar positioniert.

Klangqualität
Im ASTRO A50 5. Generation Test fällt besonders die Bassabstimmung auf: Tiefe Frequenzen werden betont, bleiben aber kontrolliert und übersteuern auch bei hoher Lautstärke nicht. Die neu eingesetzten PRO-G Graphene-Treiber sorgen durch ihre steife und zugleich leichte Membranstruktur für eine präzise, verzerrungsarme Darstellung im gesamten Frequenzbereich. Gerade in Shootern profitieren Xbox- und PS5-Spieler von einer klaren Trennung zwischen leisen Umgebungsgeräuschen und lauten Effekten. Im eigenen Eindruck bleibt das Funksignal stabil und reagiert schnell. Die LIGHTSPEED-Strecke arbeitet mit bis zu 24 Bit/48 kHz; am USB-Eingang gelten bis zu 24 Bit am PC und 16 Bit an den Konsolen.1 Heise beurteilt Klang und Ortung ebenfalls positiv. Windows Central lobt das Gesamtpaket, sieht bei Musik und räumlicher Darstellung aber bessere Alternativen. Diese externen Eindrücke ergänzen das eigene Klangurteil.4, 5

Mikrofon & Kommunikation
Ausgestattet ist das ASTRO A50 der 5. Generation mit einem omnidirektionalen Mikrofon, das mit 48 kHz abtastet und direkt am Kopfhörerarm angebracht ist. Stufenlos lässt es sich nach oben klappen, wobei die Mute-Funktion automatisch aktiviert wird, sobald das Mikrofon oben anliegt. In der Praxis fällt die Sprachübertragung durch Klarheit und geringe Nebengeräusche positiv auf, sodass auch ohne Nachbearbeitung eine streamingtaugliche Qualität erreicht wird. Vor allem in Voice-Chats auf PS5, Xbox oder Discord bleibt die Verständlichkeit konstant, selbst bei leichten Hintergrundgeräuschen. Geeignet ist die Mikrofoncharakteristik sowohl für Gaming als auch für einfache Online-Meetings ohne zusätzliche Hardware.

Konnektivität & Funktionen
Gegenüber dem A50 der vierten Generation ergänzt das A50 Gen 5 Bluetooth-Audio, wodurch sich Inhalte von Mobilgeräten parallel zum Spielsound auf Xbox, PS5 oder PC wiedergeben lassen. Der PLAYSYNC-Schalter am Headset ermöglicht das Umschalten zwischen bis zu drei verbundenen Systemen. Bis zu drei USB-Quellen bleiben angeschlossen; hörbar ist jeweils das ausgewählte System. Nintendo Switch und Switch 2 unterstützt Logitech ebenfalls, sie besitzen aber keinen eigenen beschrifteten Anschluss an der Basis.1, 4 Nach der Kopplung mischt die Basisstation Bluetooth-Inhalte wie Discord oder Musik zum ausgewählten Spielton. Auch dafür muss die Basis eingeschaltet und in Funkreichweite sein.1, 4 Zwischen Basisstation und Headset überträgt LIGHTSPEED den Ton kabellos mit geringer Verzögerung. Der USB-C-Anschluss am Headset dient nur zum Laden.2 Die drei Geräteanschlüsse sind mit Xbox, PlayStation und PC beschriftet. Eine Mischung mehrerer USB-Spielquellen ist nicht vorgesehen. HDMI-Video-Umschaltung bietet erst das A50 X.4, 6

Software & Feintuning
Zur Anpassung des Sounds bietet Logitech für die ASTRO A50 5. Generation zwei Anwendungen: G HUB für Windows und macOS sowie die Logitech G App für iOS und Android. Equalizer und Mikrofoneinstellungen lassen sich per Software anpassen. G HUB bietet unter anderem Sidetone und ein Noise Gate, das leise Geräusche in Sprechpausen ausblendet. Windows Central beschreibt die mobile App als weniger umfangreich als G HUB.4, 5 Auch Funktionen wie Sidetone (Mithören der eigenen Stimme) oder Audio-Presets für bestimmte Spielgenres sind enthalten. Der integrierte DSP erhält die benutzerdefinierte Klangabstimmung beim Systemwechsel.3 Die Game/Chat-Balance am Headset unterstützt Logitech am PC und an Xbox. Auf PS5 fehlt sie beim Gen 5 über USB; dort werden Sprach- und Spielpegel im Spiel beziehungsweise in den verfügbaren Konsoleneinstellungen geregelt.6

Ergonomie, Akku & Reichweite
Mit etwa 363 Gramm und weichen Memory-Foam-Polstern sitzt das ASTRO A50 5. Generation über Stunden angenehm. Die offene Ohrmuschel-Bauweise sorgt bewusst für eine gewisse Außenschall-Durchlässigkeit, was in ruhigen Umgebungen neutral wirkt. Logitech nennt bis zu 24 Stunden bei 78 dB; Nutzung und Einstellungen beeinflussen die Laufzeit.1 Unsere Messungen zeigen im Durchschnitt ebenfalls etwa 24 Stunden, wobei das magnetische Ladedock das Headset lädt, sobald es abgelegt wird, und damit kontinuierliche Einsatzbereitschaft ermöglicht. Die LIGHTSPEED-Funkübertragung bleibt bei Verbindungen mit PC, Xbox und PS5 in Entfernungen bis zu etwa 12 Metern stabil.

Fazit und Empfehlung
Im Test der 5. Generation zeigt sich das ASTRO A50 als durchdachtes All-in-One-Headset für PC, Xbox und PS5. Der Klang ist bassbetont, bleibt aber selbst bei hoher Lautstärke stabil und detailreich. Besonders positiv fällt die neu integrierte Bluetooth-Funktion auf, mit der sich mobile Inhalte direkt beim Spielen einbinden lassen. Gegenüber dem A50 Gen 4 ist das ein klarer Mehrwert; das eigenständige A50 X bietet Bluetooth ebenfalls. Die Dockingstation ermöglicht zuverlässiges Laden. Das Headset erlaubt schnelle Systemwechsel per PLAYSYNC-Taste. Gewöhnungsbedürftig sehen wir die veränderte Tastenbelegung, denn die direkte Umschaltung von EQ-Presets und Raumklangprofilen ist nicht mehr möglich. Die Polsterung bleibt angenehm, bietet allerdings nur eine begrenzte Abschirmung. Insgesamt überzeugt das ASTRO A50 der 5. Generation durch starke Audioleistung, funktionale Multi-Plattform-Fähigkeit und gezielte Modernisierungen.
FAQ
Ja. Bis zu drei Spielsysteme können per USB an der Basis angeschlossen bleiben. PLAYSYNC wählt jeweils eines aus. Auch Nintendo Switch und Switch 2 werden unterstützt.
Ja. Die eingeschaltete Basis mischt eine Bluetooth-Quelle zum gewählten USB-Spielton. Ohne Basis funktioniert auch Bluetooth nicht.
Im eigenen Test wurden im Durchschnitt etwa 24 Stunden erreicht. Logitech nennt bis zu 24 Stunden bei 78 dB. Das regelmäßige Ablegen im eingeschalteten Dock lädt den Akku nach.
Im eigenen Eindruck klingen beide Konsolen klar und kraftvoll. Xbox kann Dolby Atmos nutzen, PS5 ihre 3D-Audio-Verarbeitung. Die Game/Chat-Balance am Headset funktioniert beim Gen 5 über USB an Xbox, auf PS5 jedoch nicht.
Für Audio ist die eingeschaltete Basis nötig, auch bei Bluetooth. Laden ist zusätzlich direkt über USB-C am Headset möglich; Kabelaudio ersetzt die Funkbasis dadurch nicht.
Logitech ASTRO A50 Gen 5 gegen ASTRO A50 Gen 4 im Direktvergleich
Logitech ASTRO A50 Gen 5 liegt bei Gesamtwertung vorn (8,9 gegen 8,6), ASTRO A50 Gen 4 dreht das bei Verarbeitung um (9,3 gegen 8,9). Für Verarbeitung spricht ASTRO A50 Gen 4, für Gesamtwertung bleibt Logitech ASTRO A50 Gen 5 die Wahl.
Alle Daten: ASTRO A50 Gen 4
Einordnung der Quellen: Die Erfahrungen der drei Testpersonen und die eigenen Laufzeitbeobachtungen bleiben die Grundlage dieses Praxistests. Herstellerdaten ergänzen die technischen Angaben. Behandelt wird das schwarze A50 Gen 5 mit der Teilenummer 939-002224, nicht das A50 X.
Das stationäre Konzept passt besonders zu mehreren Spielsystemen an einem Platz. Für unterwegs fehlt eigenständiger Bluetooth-Betrieb; im Zimmer braucht die Basis ihren Netzanschluss.4, 5
Die magnetischen Ohrpolster lassen sich zum Reinigen oder Wechseln abnehmen. Ersatzpolster müssen ausdrücklich zum A50 Gen 5 passen, weil ältere A50-Ausführungen nicht automatisch dieselben Teile verwenden.4
Für die Kaufentscheidung zählt der aktuelle Angebotspreis zusammen mit dem Nutzen der drei USB-Anschlüsse. Wer nur an einer Plattform spielt, schöpft den Hauptvorteil des Docks kaum aus. Wer auch das Konsolenbild umschalten will, benötigt die HDMI-Funktionen des A50 X.5, 6
- Logitech: A50 Gen 5 in Schwarz, Anschlüsse und Laufzeitbedingungen
- Logitech Support: Bluetooth, offene Bauweise und Mikrofonfrequenzbereich
- Logitech: Vorstellung, deutsche Auslieferung und damalige UVP
- Heise Bestenlisten: externer Praxistest zu Bluetooth, Mikrofon und Polstern
- Windows Central: externer Praxistest zu Klang, Software und Basisstation
- Logitech: PLAYSYNC und Funktionsvergleich je Plattform

































































































































































































