




Testfazit
Der Steelcase Gesture überzeugte im eigenen Einsatz durch hohen Sitzkomfort und vielseitige Armlehnen. Die Rückenlehne und die zusätzliche Lumbalstütze passten gut zur Testperson mit 185 cm und 110 kg. Verarbeitung und Bedienung hinterließen einen hochwertigen Eindruck. Gelegentliches Knarren und der hohe Anschaffungspreis bleiben die wichtigsten Nachteile. Das positive Urteil beschreibt die Erfahrungen mit diesem Exemplar. Daraus folgt weder eine Eignung für jede Körperform noch eine medizinische Wirkung.
Wie wir getestet haben
Der Test erfolgte unter realen Arbeitsbedingungen über einen Zeitraum von drei Monaten, wobei der Gesture täglich mindestens acht Stunden im klassischen Büro genutzt wurde. Bewertet wurden dabei folgende Kriterien:
- Sitzkomfort über den ganzen Arbeitstag
- ergonomische Unterstützung von Rücken, Schultern, Nacken und Kopf
- Anpassbarkeit der Komponenten
- Materialqualität und Verarbeitung
- Geräuschentwicklung bei Bewegung
- Langzeitnutzung im Alltag
Alle Bewertungen basieren auf Erfahrungen im praktischen Einsatz. Die Testperson ist 185 cm groß und wiegt 110 kg.
Pros und Contras
Der erste Eindruck
Der Steelcase Gesture vermittelte beim ersten Kontakt einen hochwertigen und stabilen Eindruck. Das Testexemplar wurde aufgebaut geliefert. Die Bedienelemente waren solide verbaut und gut erreichbar; die ersten Einstellungen gelangen intuitiv. Aktuelle Lieferformen können davon abweichen: Steelcase beschreibt im deutschen Shop eine Montage aus drei Teilen. Prüfe deshalb den Lieferumfang des konkreten Angebots.2

Design und Verarbeitung
Der Steelcase Gesture wirkt auf den ersten Blick schlicht und funktional. Darüber hinaus fühlt sich die Oberfläche des Bezugs robust und langlebig an und die Mechanik läuft präzise und sauber. Alle Bedienelemente sind logisch angeordnet und leicht erreichbar. Im Alltag fällt allerdings ein Punkt negativ auf: Der Gesture knarrt hin und wieder bei Bewegungen, vor allem beim Zurücklehnen oder bei leichten Körperverlagerungen. Das beeinträchtigt zwar nicht die Funktionalität, stört aber in ruhigen Büroumgebungen. Für einen Stuhl in dieser Preisklasse ist das ungewöhnlich.

Sitzkomfort
Der Sitzkomfort des Steelcase Gesture gehört im eigenen Vergleich zu den besonders positiven Eindrücken. Die Testperson empfand die Unterstützung von Rücken, Nacken und Kopf als angenehm. Auch bei acht bis zehn Stunden täglicher Nutzung wurden im damaligen Bericht keine Ermüdung oder Verspannung durch den Stuhl beschrieben. Die Polsterung erschien weder zu weich noch zu hart. Das ist eine individuelle Beobachtung über mehrere Monate und keine Zusage, dass andere Personen beschwerdefrei sitzen. Regelmäßige Haltungswechsel und Pausen bleiben sinnvoll.

Flexible Armlehnen
Die Armlehnen gehörten im eigenen Test zu den Stärken. Sie ließen sich in Höhe, Breite, Tiefe und Winkel anpassen. Beim Wechsel zwischen Maus, Tastatur, Telefon und Smartphone erwies sich dieser Spielraum als praktisch. Die Testperson empfand die Unterstützung von Schultern und Nacken als angenehm. Für andere Körpermaße und Tischhöhen sollte besonders geprüft werden, ob die Armauflagen tief genug reichen und das Heranrücken an den Tisch ermöglichen.

Ergonomie im Detail
Die Rückenlehne mit 3D LiveBack gibt bei Haltungswechseln nach. Steelcase unterscheidet diese Konstruktion von der zusätzlichen, höhenverstellbaren Lumbalunterstützung.1 Letztere war am eigenen Testexemplar vorhanden und wurde als angenehm empfunden. Auch die höhen- und neigungsverstellbare Kopfstütze gefiel der Testperson besonders beim Zurücklehnen. Dieser Eindruck gilt für die geprüfte Ausführung und Körpergröße.
Die Kombination aus Verstellbarkeit und Komfort begründet das positive eigene Urteil. Eine allgemeine Testsieger-Auszeichnung über alle Bürostühle wird daraus nicht abgeleitet.

Schwächen
Trotz der insgesamt überzeugenden Ausstattung hat das Testexemplar Schwächen: Das erwähnte Knarren blieb auch nach mehrfacher Nachjustierung bestehen. In einer sehr leisen Arbeitsumgebung fiel es störend auf. Hinzu kommt der hohe Preis. Der Aufpreis lohnt sich vor allem dann, wenn die individuelle Passform überzeugt und die Verstellmöglichkeiten tatsächlich gebraucht werden.
Weitere Tests, Reviews und Meinungen
- Heise beschreibt im eigenen Test hohen Komfort und viele Verstellmöglichkeiten. Der hohe Preis bleibt ein wesentlicher Punkt der Kaufentscheidung. Quelle: heise.
- Testberichte.de bündelt externe Bewertungen. Diese Zusammenstellung ist kein zusätzlicher eigener Praxistest von 1aus3.net. Quelle: Testberichte.de.
- TechGearLab lobt die Anpassbarkeit, berichtet aber von unterschiedlichen Komforturteilen im Testteam. Leicht verschiebbare Armlehnen und eine teils als zu aufrecht empfundene Haltung werden kritisiert. Quelle: TechGearLab.
- BTOD vergibt 88 von 100 Punkten für die Verarbeitungsqualität. Die Zahl ist eine Teilwertung. BTOD ist zugleich Büromöbelhändler; seine Testbedingungen und Ausführung sind beim Vergleich zu beachten. Quelle: BTOD.
- Tom’s Guide lobt Komfort und bewegliche Armlehnen, kritisiert den hohen Preis und die wenig wirksame zusätzliche Lumbalverstellung. Quelle: Tom’s Guide.
- Alex Gude berichtet nach acht Monaten kritisch über Rückenkomfort, Neigungswiderstand und den Abstand zum Tisch. Das ist eine einzelne persönliche Erfahrung. Quelle: alexgude.com.
- Ein Reddit-Nutzer beschreibt nach einem Monat gute Verarbeitung, empfindet Sitz und Auflagen aber als zu fest. Der Bericht zeigt eine abweichende persönliche Passform. Quelle: Reddit.
- Im Hardwareluxx-Forum schildern einzelne Nutzer ihre Sitzproben und diskutieren die Kopfstütze. Daraus folgt keine einheitliche Empfehlung der gesamten Community. Quelle: Hardwareluxx Forum.
- Im Wertpapier-Forum werden unterschiedliche Komforteindrücke und damalige Garantieangaben diskutiert. Aktuelle Garantiebedingungen müssen separat für das konkrete Angebot geprüft werden. Quelle: Wertpapier-Forum.
Gleichwertige Stühle
Als Alternativen kommen je nach Sitzgefühl und Budget unter anderem Herman Miller Aeron, Herman Miller Embody, Humanscale Freedom und NeueChair infrage. Sie sollten beim Probesitzen anhand von Sitzfläche, Rückenstütze, Armlehnen und Bewegungsablauf verglichen werden. Die Erfahrungen mit dem Gesture belegen keine allgemeine Überlegenheit gegenüber diesen Modellen. Ein umfassender eigener Vergleichstest aller genannten Ausführungen ist hier nicht dokumentiert.
Gesamteindruck
Nach fünf Monaten im täglichen Einsatz bestätigte sich am Testexemplar der positive Ersteindruck. Die Polster blieben formstabil, die Mechanik funktionierte weiterhin und die Einstellfunktionen waren leichtgängig. Das gelegentliche Knarren trübte den Gesamteindruck. Dieser spätere Zwischenstand ergänzt die zunächst dreimonatige Prüfung. Er ist keine Langzeitprognose über mehrere Jahre und keine Aussage über die Haltbarkeit sämtlicher Gesture-Ausführungen.
FAQ zum Steelcase Gesture
Im eigenen Test blieb der Stuhl auch an langen Arbeitstagen komfortabel. Die Erfahrung einer Testperson lässt sich nicht auf alle Personen übertragen. Passform, Tischhöhe und regelmäßige Haltungswechsel bleiben entscheidend.
Das hängt von Passform, Angebotspreis und dem Nutzen der Verstellung ab. Der eigene Komforteindruck war positiv; das Knarren und der hohe Preis sprechen für einen sorgfältigen Vergleich vor dem Kauf.
Die eigene Testperson ist 185 cm groß und wiegt 110 kg. Für andere Personen sind Sitzmaße und die Freigabe der konkreten Ausführung maßgeblich. Aktuelle Shopangaben dürfen nicht ungeprüft auf ältere oder abweichend konfigurierte Exemplare übertragen werden.
Sitzkomfort und flexible Armlehnen begründen das positive eigene Urteil. Eine allgemeine Testsieger-Auszeichnung oder ein medizinischer Nutzen wird daraus nicht abgeleitet. Die dokumentierte Testbasis steht im Abschnitt zur Durchführung.
Steelcase Gesture gegen Dauphin Lordo Motionflex im Direktvergleich
Bei Ergonomie führt Steelcase Gesture mit 8,6 gegen 6,9.
Alle Daten: Dauphin Lordo Motionflex
Ausführung und Kaufhinweise: Dieser eigene Test behandelt ein Exemplar mit Kopfstütze und zusätzlicher Lumbalstütze. Die Modellfamilie kam 2013 auf den Markt.3 Lieferumfang, Rollen, Bezug und Garantie müssen zum konkreten Angebot passen. Der aktuelle deutsche Shop nennt andere Maße als ältere Unterlagen. Er führt beispielsweise 42 bis 52 cm Sitzhöhe und eine maximale Belastung von 180 kg auf; diese Werte bestätigen nicht automatisch die Freigabe eines älteren Exemplars.2 Bei widersprüchlichen Händlerangaben die passende Herstellerfreigabe klären.
Herstellerquellen: Die folgenden Unterlagen ergänzen die oben beschriebenen eigenen Erfahrungen.
- Steelcase: Gesture, Verstellung und optionale Ausstattung
- Steelcase Deutschland: aktuelle Ausführungen, Maße und Garantie nach Bauteil
- Steelcase: deutsche Produktvorstellung und Verfügbarkeit ab Herbst 2013





















































































































































































