Ein beleuchteter Kühler muss den ganzen PC nicht übertönen. Bei der be quiet! Pure Loop 3 LX 360 lassen sich Lüfter und Pumpe getrennt herunterregeln, und genau das lohnt sich im Alltag. Dazu kommen austauschbare Muster auf dem Pumpendeckel. Die unabhängigen Tests bescheinigen ihr solide Kühlung; bei niedriger Drehzahl fällt vor allem der ruhige Betrieb auf.5, 9




Geeignet für einen ruhigen PC mit beleuchtetem Innenraum
Die LX passt zu einem Gaming-PC oder Arbeitsrechner mit Platz für einen 360-mm-Radiator. Drei beleuchtete Lüfter und zehn wechselbare Folien verändern die Optik des Kühlblocks, und ein Bildschirm gehört nicht zur Ausstattung. Temperaturen oder eigene Animationen lassen sich dort deshalb nicht anzeigen.1
KitGuru findet auf dem Ryzen 9 9950X gute Kühlung. Hardware Busters ordnet die Leistung auf seiner AMD-Plattform als ordentlich ein, nennt aber leistungsfähigere Konkurrenz. Beide Aussagen gelten für die jeweiligen Testsysteme.7, 9
Ungeeignet für kleine Gehäuse und Kühlung ohne Platzplanung
Der Radiator ist 397 mm lang und mit Lüftern 52 mm dick. Schrauben, Schlauchabgänge und Abstände zu Mainboard oder RAM benötigen weiteren Raum, und die Angabe „360-mm-Unterstützung“ am Gehäuse allein reicht für die Passprüfung nicht aus.1
Für einen sparsamen Prozessor ohne beleuchtetes Sichtfenster ist ein passender Luftkühler häufig die unkompliziertere Ausstattung. Die LX verlangt Radiatorplatz, zusätzliche Verkabelung und eine abgestimmte Pumpenregelung, diese Punkte sollten beim Umbau eines bestehenden PCs mit eingeplant werden.3
Was die unabhängigen Temperaturtests zeigen
Hardwareluxx belastet einen Core i5-14600K mit einem gesetzten Leistungslimit von 181 Watt, bei maximaler Lüfter- und Pumpendrehzahl werden 78 °C ermittelt. Mit Lüftern bei 1.000 U/min und voller Pumpe sind es 86 °C, und die Temperaturen sind auf 20 °C Umgebung normiert.6
KitGuru verwendet einen Ryzen 9 9950X mit fest eingestellten 5,2 GHz und 1,3 Volt. Bei voller Lüfterdrehzahl zeigt das Diagramm 58 Kelvin über Umgebung, bei einer Abstimmung auf 40 dBA steigt die Differenz auf 63 Kelvin. Dabei handelt es sich um Temperaturdifferenzen, keine absoluten CPU-Temperaturen.7
Allround-PC berichtet am Core i7-13700K von 68 °C bei 1.000 U/min und 61 °C bei voller Drehzahl, und die Raumtemperatur beträgt 21 °C. Angaben zu Leistungslimit und genauer Auswertung fehlen beziehungsweise widersprechen sich, diese Werte gelten deshalb nur als Ergebnisse dieses Tests.8
Für leisen Betrieb auch die Pumpe herunterregeln
Hardwareluxx misst bei minimaler Lüfter- und Pumpendrehzahl 30 dBA aus 20 cm Abstand, mit voller Pumpe sind es 31 dBA. Der Unterschied fällt in der Beschreibung deutlicher aus: Bei langsamen Lüftern ist die voll laufende Pumpe hörbar. Angenehmer wird der Aufbau mit reduzierter Pumpendrehzahl.5
Volle Lüfterdrehzahl ergibt im selben Test 47,8 dBA. KitGuru ermittelt 48 dBA aus 30 cm am offenen Teststand. Die ähnlichen Zahlen ergeben keinen gemeinsamen Vergleichswert: Abstand, Aufbau und Grundgeräusch gehören zu jeder Messung dazu.5, 7
Montage und Kabel vor dem Einbau planen
Zunächst müssen die drei Lüfter auf den Radiator geschraubt werden. Ihre kurzen Spezialanschlüsse werden miteinander verbunden; Adapter führen anschließend zum PWM- und ARGB-Anschluss des Mainboards. Die Pumpe erhält eine eigene PWM-Verbindung, und ein zusätzlicher Lüfter-Hub ist für diese Bestückung nicht nötig.2
AM4 und AM5 sowie mehrere Intel-Sockel werden unterstützt. Hardwareluxx beschreibt das Befestigen auf LGA 1700/1851 als etwas fummelig. Für diese Montage sollte das Gehäuse genug Zugang zur Rückplatte und zu den Schrauben bieten.3
Nachfüllöffnung vorhanden, Garantie drei Jahre
Am Radiator sitzt eine Nachfüllöffnung. Hardwareluxx und Allround-PC beschreiben sie am Testmuster; der Hersteller bestätigt sie. Eine Flasche mit Nachfüllflüssigkeit liegt nicht bei. Das ist für spätere Wartung praktisch, ersetzt aber keine Anleitung und belegt keine bestimmte Lebensdauer.2
Drei Jahre beträgt die Herstellergarantie. Hardware Busters hebt die saubere Verarbeitung hervor, kritisiert aber die kürzere Garantie gegenüber einigen Konkurrenten. Eine belastbare Ausfallquote lässt sich aus diesen Tests nicht ableiten.9
Aktueller Preis und passende Alternative
Beim Abgleich am 3. Oktober 2026 kostet das genaue Amazon-Neuangebot 79,89 Euro inklusive des angezeigten Amazon-Rabatts von 2,01 Euro. Verkäufer ist okluge, der Versand wird von Amazon verwaltet. Kostenloser Versand wird für das geprüfte Angebot angezeigt, Preis und Bedingungen können sich ändern.10
ALTERNATE bietet die gleiche EU-Ausführung für 81,90 Euro an und nennt Versand ab 7,99 Euro. EAN und Herstellernummer stimmen überein. Ein Tippfehler in der Händlerbeschreibung nennt 240 mm; Titel und technische Tabelle bestätigen die 360-mm-Version.11
Der aktuell geprüfte ARCTIC Liquid Freezer III Pro 360 A-RGB kostet 84,78 Euro. Sein Radiator samt Lüftern benötigt mindestens 63 mm statt 52 mm. Dafür bietet er sechs Jahre Garantie, und die Intel-Montage erfordert den Austausch des originalen Sockel-Haltemechanismus.12, 13
Fazit und Kaufempfehlungen
Die Pure Loop 3 LX 360 ist eine gute Wahl für einen beleuchteten PC mit geregeltem Geräuschpegel. Die getrennte PWM-Regelung erleichtert einen ruhigen Betrieb, die Folien geben dem Kühlblock eine eigene Optik. Ihre Kühlung reicht in den dokumentierten Tests für anspruchsvolle Lasten.8 Gedämpft wird das Urteil durch die nur ordentliche Kühlleistung im Vergleich mit stärkerer Konkurrenz, die hörbare Pumpe bei voller Drehzahl und die kürzere Garantie.
Hardware Busters sieht den ARCTIC Liquid Freezer III Pro 360 vor der LX. Dessen größerer Platzbedarf und andere Sockelmontage sollten vor einem Wechsel geprüft werden.9 Ein Display auf dem Pumpendeckel bietet die teurere Corsair Nautilus 360 RS LCD. Weitere Modelle ordnet die Übersicht zu CPU-Kühlern ein.
So entsteht unsere Einordnung
Die Bewertung beruht auf Herstellerunterlagen und vier unabhängigen Originaltests. Eigene Hardwaremessungen liegen nicht vor. 28 Einzelkriterien ergeben vier gleich gewichtete Hauptnoten. Messwerte werden mit ihren Testbedingungen gespeichert; fehlende Angaben bleiben offen.
Bewertet wird die schwarze Pure Loop 3 LX 360mm aus 2025, BW031EU, EAN 4260052193204 und ASIN B0FNMQQK58. Andere Größen, die Version ohne LX und die US-Artikelnummer sind ausgeschlossen.11
Die Diagramme von KitGuru kennzeichnen ihre Temperaturen als Differenz zur Umgebung. Diese Beschriftung ist maßgeblich, auch wenn der Begleittext nur Grad Celsius nennt. BIOS, Grundgeräusch und weitere nicht dokumentierte Bedingungen werden nicht ergänzt.7
Quellen
- be quiet!: EU-Modell und technische Daten
- Hardwareluxx: Aufbau und Nachfüllöffnung
- Hardwareluxx: Montage und Kompatibilität
- Hardwareluxx: Testsystem und Methodik
- Hardwareluxx: Geräuschmessungen
- Hardwareluxx: Temperaturmessungen
- KitGuru: Ryzen-Test, Methodik und Diagramme
- Allround-PC: Originaltest der 360-mm-LX
- Hardware Busters: Einordnung des AMD-Tests
- Amazon.de: genaue EU-Ausführung und Neuangebot
- ALTERNATE: genaue EAN, Preis und Versand
- 1aus3: geprüfte ARCTIC-Alternative
- Amazon.de: aktuelles ARCTIC-Neuangebot
Be quiet! Pure Loop 3 LX 360 liegt bei Funktionen und Design vorn (8,2 gegen 7,7), ARCTIC Liquid Freezer III Pro 360 A-RGB dreht das bei Kühlleistung um (8,3 gegen 8,0). Es hängt davon ab, was schwerer zählt: Kühlleistung oder Funktionen und Design. Alle Daten: ARCTIC Liquid Freezer III Pro 360 A-RGBbe quiet! Pure Loop 3 LX 360 gegen ARCTIC Liquid Freezer III Pro 360 A-RGB im Direktvergleich



























































































































































































