
Bei der ASUS ROG Strix Scope II 96 Wireless klaffen Hardware und Software deutlich auseinander. Multifunktionstaste, Scrollrad und kleine LED-Anzeigen erleichterten mir die Bedienung im Alltag, während Armoury Crate Updates aufdrängte, deren festgelegte Abfolge jeweils mehrere Minuten beanspruchte. Das Testgerät wurde redaktionell gekauft.
| Testzeitraum | 21.05.2026 bis 15.08.2026, insgesamt ca. zwölf Wochen |
| Testgerät | Redaktionell gekauft |
| Getestet von | Linus von 1aus3.net |
| Softwarestand | ROG STRIX SCOPE II 96 WIRELESS, Keyboard, ASUS Framework-Service, 4.2.4.13, 2026/05/22, ASUS Core-SDK, 2.01.56, 2026/05/22, ASUS Framework-Service – KB Plugin, 1.3.13, 2026/08/14, ASUS Main SDK-Plugin, 151.0.4129.86, 2024/12/02, Aura-Kit |






So wurde die ASUS-Tastatur rund zwölf Wochen genutzt
Vom 21.05.2026 bis 15.08.2026 nutzte ich die Tastatur rund zwölf Wochen am PC über Bluetooth und 2,4-GHz-Funk. Prüfgrundlage waren das Modell ROG STRIX SCOPE II 96 WIRELESS mit Firmware 8.00.05 und die zum Testende installierten ASUS-Komponenten. Beide Funkverbindungen flossen ebenso in die Bewertung ein wie der Akkubetrieb mit voller Beleuchtungsstärke.
Bei 100 Prozent Beleuchtung kam ich auf etwa fünf Arbeitstage mit jeweils acht Stunden Nutzung. Daraus ergeben sich rund 40 Stunden zwischen zwei Ladevorgängen.
ASUS ROG Strix Scope II 96 Wireless gegen ASUS ROG Azoth X im Direktvergleich
In allen abweichenden Kriterien führt ASUS ROG Azoth X, der größte Abstand liegt bei Verarbeitung mit 9,1 gegen 8,4.
Alle Daten: ASUS ROG Azoth X
Das verdichtete Layout lässt Ziffernblock und Funktionszeile bestehen
Das 96-Prozent-Layout ordnet Buchstabenfeld, Funktionszeile und Ziffernblock dichter an als eine klassische Vollformat-Tastatur. Sämtliche Funktions- und Zahlentasten bleiben dadurch vorhanden, während die einzelnen Bereiche enger zusammenrücken.
Direktsteuerung und LED-Anzeigen erleichtern die Bedienung
Besonders durchdacht ist die Kombination aus Multifunktionstaste und Scrollrad. Sie steuert Medienwiedergabe, Lautstärke und Tastaturbeleuchtung, sodass häufig genutzte Einstellungen direkt an der Tastatur erreichbar sind. Davon profitieren Spieler und Anwender, die während einer laufenden Anwendung nicht in ein Softwaremenü wechseln möchten.
Kleine LED-Anzeigen zwischen Ziffernblock und angrenzendem Tastenfeld machten den gewählten Modus sofort erkennbar. Ihre reduzierte Darstellung zeigte mir alle dafür nötigen Informationen, ohne zusätzlichen Platz für ein großes Display zu beanspruchen.

Viele Funktionen sind ohne Software erreichbar
F1 bis F5 sind ab Werk mit Funktionen für Xbox Game Bar, Bildschirmaufnahme und Mikrofonsteuerung belegt. Aufnahmen und Mikrofon lassen sich damit über feste Tastenkombinationen bedienen, was vor allem beim Spielen und Aufzeichnen kurze Wege schafft.
Makroaufnahme, Beleuchtungssteuerung, Profilwechsel, Bluetooth-Kopplung und Akkuanzeige funktionieren ebenfalls über Tastenkombinationen. Makros speichern wiederkehrende Eingabefolgen, Profile halten unterschiedliche Belegungen bereit und die Kopplungsbefehle wechseln zwischen verbundenen Geräten. Diese Direktfunktionen reduzieren die Abhängigkeit von Armoury Crate und sind besonders für wechselnde PC-Konfigurationen praktisch.
Eine Orientierungshilfe für Funktionstasten fehlt
Bei gedrückter FN-Taste leuchten die möglichen Zweitbelegungen nicht auf. Gerade wegen der zahlreichen Direktfunktionen wäre eine optische Markierung hilfreich, um seltener verwendete Kombinationen schneller zu finden.
Gleichmäßige Beleuchtung sorgt für gut ablesbare Tasten
Die Beleuchtung verteilte sich über das gesamte Tastenfeld sehr gleichmäßig. Sämtliche Beschriftungen blieben dadurch klar ablesbar, was die Orientierung bei wenig Umgebungslicht erleichterte.

Bluetooth und 2,4-GHz-Funk bleiben am PC stabil
Bluetooth und 2,4-GHz-Funk ließen sich am PC unkompliziert verbinden und blieben während meiner Nutzung stabil. Zusätzlich kann die Tastatur kabelgebunden über USB betrieben werden. Bluetooth unterstützt bis zu drei Geräte, sodass sich beispielsweise mehrere Rechner über gespeicherte Kopplungen ansteuern lassen, während 2,4 GHz die Funkverbindung über einen USB-Empfänger herstellt.
Der ROG Omni Receiver kann die Tastatur zusammen mit einem weiteren kompatiblen Gerät über einen gemeinsamen Empfänger anbinden. Diese Bündelung spart einen USB-Anschluss und ist für Systeme mit wenigen freien Ports relevant.

Der Akku reicht bei voller Beleuchtung etwa fünf Arbeitstage
Rund 40 Stunden Laufzeit bei voller Beleuchtung waren für meinen Arbeitsrhythmus solide, weil erst nach ungefähr fünf Tagen ein Ladekabel nötig wurde. Die Produktspezifikation nennt für 2,4 GHz bis zu 1.500 Stunden ohne RGB-Beleuchtung und ungefähr 90 Stunden mit aktiver RGB-Beleuchtung.
Während des Ladens bleibt die Tastatur über USB-C nutzbar. Der Anschluss übernimmt dann Stromversorgung und Datenübertragung, sodass eine leere Batterie die Arbeit oder eine Spielrunde nicht unterbrechen muss.
Mechanische Schalter und sicher stehende Klappfüße prägen die Nutzung
ROG NX Snow Schalter arbeiten mechanisch und linear. Sie sind ab Werk geschmiert und im stromlosen Zustand ohne Löten austauschbar. Diese Hot-Swap-Bauweise erleichtert den Ersatz einzelner Schalter und richtet sich an Nutzer, die ihre Tastatur später anpassen oder instand setzen möchten.

Die Tastatur ließ sich auf dem Schreibtisch gut positionieren. Ausgeklappte Füße klappten beim Hochschieben nicht ungewollt ein, wodurch die eingestellte Neigung erhalten blieb.
Armoury Crate und die rutschende Handballenauflage sind die größten Schwächen
Armoury Crate hinterließ den schwächsten Eindruck des gesamten Praxistests. Zusätzliche Software und Updates wirkten aufgedrängt, während ASUS auch deren Reihenfolge vorgab. Einzelne Aktualisierungen dauerten mehrere Minuten, wobei die Tastatur immerhin weiter benutzbar blieb.




Auch die Handballenauflage überzeugte im Alltag nicht, weil sie schon bei kleinen Bewegungen schnell verrutschte. Wer Hände und Unterarme häufig neu positioniert, muss die Auflage entsprechend öfter zurückschieben.
Im Vergleichsfeld aus acht hochwertigen Tastaturen ragte die ROG Strix Scope II 96 Wireless beim allgemeinen Qualitätseindruck nicht heraus. Einige Konkurrenzmodelle fühlten sich etwas hochwertiger an, obwohl die ASUS-Tastatur insgesamt ordentlich verarbeitet wirkte.
Stärken und Schwächen im Überblick
| Bereich | Praxiseindruck |
|---|---|
| Direktsteuerung | Scrollrad, Multifunktionstaste und LED-Anzeigen ermöglichen eine übersichtliche Bedienung. |
| Beleuchtung | Gleichmäßige Ausleuchtung hält sämtliche Tasten gut ablesbar. |
| Funk | Bluetooth und 2,4 GHz ließen sich leicht verbinden und liefen am PC stabil. |
| Akku | Etwa 40 Stunden bei voller Beleuchtung entsprechen rund fünf Arbeitstagen. |
| Ergonomie | Klappfüße halten ihre Position, die Handballenauflage verrutscht dagegen schnell. |
| Software | Armoury Crate drängt Updates auf und benötigt dafür mehrere Minuten. |
| FN-Bedienung | Mögliche Zweitbelegungen werden beim Drücken der FN-Taste nicht beleuchtet. |
Entscheidend ist der Kontrast: Die Bedienung direkt an der Tastatur ist durchdacht, Armoury Crate macht Konfiguration und Aktualisierung unnötig schwerfällig.

Fazit für Nutzer mit mehreren Geräten und Wunsch nach direkter Bedienung
Die ASUS ROG Strix Scope II 96 Wireless eignet sich für Nutzer, die Ziffernblock und Funktionszeile mit flexiblen Verbindungen kombinieren möchten. Bluetooth für bis zu drei Geräte, stabiler 2,4-GHz-Funk und der gemeinsame ROG Omni Receiver schaffen dafür eine vielseitige Anschlussbasis.
Größte Grenzen bleiben Armoury Crate, die schnell verrutschende Handballenauflage und die fehlende optische FN-Orientierung. Rund 40 Stunden Akkulaufzeit bei voller Beleuchtung reichen zugleich für etwa fünf Arbeitstage, während USB-C den unterbrechungsfreien Betrieb beim Laden ermöglicht.
Entscheidender Kaufgrund ist die gelungene Direktbedienung: Scrollrad, Multifunktionstaste, Tastenkombinationen und klare LED-Anzeigen halten zentrale Funktionen jederzeit griffbereit.





Häufige Fragen
Nein. Makroaufnahme, Beleuchtungssteuerung, Profilwechsel, Bluetooth-Kopplung und Akkuanzeige sind über Tastenkombinationen erreichbar. Für diese Funktionen ist Armoury Crate daher nicht zwingend nötig.
Ja. Über USB-C bleibt sie während des Ladens vollständig nutzbar. Der Anschluss übernimmt dabei sowohl die Stromversorgung als auch die Datenübertragung.
Ja. Die linearen ROG NX Snow Schalter sind Hot-Swap-fähig und lassen sich im stromlosen Zustand ohne Löten wechseln.
Per Bluetooth lassen sich bis zu drei Geräte speichern. Zusätzlich stehen 2,4-GHz-Funk über einen USB-Empfänger und eine kabelgebundene USB-Verbindung zur Verfügung.
Nein. Das 96-Prozent-Layout behält den vollständigen Ziffernblock und die Funktionszeile bei. Die Bereiche liegen lediglich enger zusammen als bei einer klassischen Vollformat-Tastatur.
Verwendete Recherche-Quellen für den Faktenabgleich
amazon.com, tweakreviews.com, youtube.com, eshop.asus.com, rog.asus.com, press.asus.com, pokde.net, questdaily.com.au, reddit.com, rtings.com, pcmag.com, gamezoom.net














































































































































































