
Vom OLED-Display hatte ich mehr erwartet. Es ist klein und gut sichtbar, doch über mehrere Wochen fand ich dafür keinen überzeugenden Nutzen. Umso deutlicher überzeugte mich die SteelSeries Apex Pro Gen 3 bei ihrer Kernaufgabe: Präzise Eingaben, ein angenehmes Tippgefühl und umfangreich einstellbare Tasten machten das Spielen durchgehend stimmig. Das verwendete Exemplar habe ich selbst gekauft.
| Testzeitraum | 21.05.2026 bis 15.08.2026, insgesamt zwölf Wochen |
| Testgerät | Selbst gekauft |
| Getestet von | 1aus3.net |
| Nutzung | Schreiben, Call of Duty, Counter-Strike 2, League of Legends und World of Warcraft |
| Vergleich | acht weitere Gaming-Tastaturen, darunter Razer BlackWidow V4 Pro und Razer Huntsman V3 Pro |
| Softwarestand | SteelSeries GG Version 117.0.0 |






So wurde die Apex Pro Gen 3 im Alltag und beim Gaming genutzt
Zwölf Wochen lang, vom 21. Mai bis 15. August 2026, nutzte ich die Vollformat-Tastatur beim Schreiben sowie in Call of Duty, Counter-Strike 2, League of Legends und World of Warcraft. Für die Konfiguration kam SteelSeries GG in Version 117.0.0 zum Einsatz.

Zur praktischen Einordnung wechselte ich teilweise mehrmals täglich zwischen der Apex Pro Gen 3 und acht weiteren Tastaturen. Zum Vergleichsfeld gehörten Razer BlackWidow V4 Pro mit Green Switches, Razer Huntsman V3 Pro, Corsair Vanguard 96 Wireless, Corsair Galleon 100 SD RGB, Corsair K100 RGB, ASUS ROG Strix Scope II 96 Wireless, Logitech G PRO X TKL RAPID Tenkeyless und Logitech G G512 X 98 DUAL SWAP. Manche Unterschiede wurden sofort deutlich, andere erst nach ungefähr einer Woche Nutzung.
Besonders konstant blieb der Eindruck beim Tippen und Spielen. Eingaben fühlten sich präzise an, längere Texte ließen sich angenehm schreiben und beim Gaming störte keine grundlegende Eigenschaft den Ablauf. Gerade dieser unaufgeregte Gesamteindruck sorgte dafür, dass mir die Tastatur über den gesamten Zeitraum Spaß machte.
SteelSeries Apex Pro Gen 3 gegen Razer Huntsman V3 Pro im Direktvergleich
In allen abweichenden Kriterien führt Razer Huntsman V3 Pro, der größte Abstand liegt bei Funktionen mit 8,6 gegen 7,5.
Alle Daten: Razer Huntsman V3 Pro
Präzise Eingaben sorgen für ein stimmiges Spielgefühl
Tastenanschläge kamen für mich kontrolliert und präzise an. Schnelle Eingabefolgen in Shootern fühlten sich ebenso passend an wie Fähigkeiten und Befehle in League of Legends oder World of Warcraft. Daraus entsteht ein direktes Spielgefühl, das vor allem Spielern entgegenkommt, die zwischen unterschiedlichen Genres wechseln.
TechGearLab maß bei der Vollformatversion eine Einzeltastenlatenz von neun Millisekunden und eine Abfragerate von 1000 Hertz. Diese Werte ergänzen meinen Eindruck einer reaktionsfreudigen Eingabe, ohne dass die Tastatur im Alltag nervös oder unkontrolliert wirkte.
Die Apex Pro Gen 3 machte mir vor allem deshalb Spaß, weil präzise Eingaben, angenehmes Tippen und sicherer Halt ohne störende Reibungspunkte zusammenspielten.

OmniPoint 3.0 bietet viel Spielraum beim Auslöseweg
OmniPoint 3.0 arbeitet mit Hall-Effekt-Sensorik und erfasst die Position einer Taste magnetisch. Der Auslöseweg lässt sich zwischen 0,1 und 4,0 Millimetern in 40 Stufen einstellen. Kurze Wege reagieren bereits auf eine geringe Bewegung, während längere Wege mehr bewussten Tastendruck verlangen. Empfindliche Einstellungen eignen sich damit für schnelle Spieleingaben, weniger sensible Stufen können beim Schreiben oder für schwer erreichbare Funktionstasten sinnvoller sein.
Die große Spannweite ist kaufentscheidender als ein einzelner Standardwert, weil sich das Verhalten an unterschiedliche Finger, Spiele und Tastenpositionen anpassen lässt. TechGearLab stellte allerdings fest, dass die tatsächlichen Auslösepunkte nicht vollständig den eingestellten Werten entsprachen. Wer einen bestimmten Millimeterwert als exakt reproduzierbare Größe erwartet, sollte diese Abweichung bei der Feinabstimmung berücksichtigen.

Wichtig bei der Vollformatversion: Nur der Haupttastenblock nutzt einstellbare OmniPoint-3.0-Schalter. Nummernblock, Pfeiltasten, F-Reihe sowie Einfügen, Pos1 und Bild auf Tasten arbeiten laut SteelSeries mit regulären roten Schaltern. Auslöseweg, Rapid Trigger und Dual-Actuation stehen dort deshalb nicht im gleichen Umfang zur Verfügung.
Rapid Trigger, Rapid Tap und Protection Mode greifen direkt in die Steuerung ein
Rapid Trigger koppelt das Aktivieren und Zurücksetzen einer Taste an ihre aktuelle Bewegung. Für eine erneute Eingabe muss sie dadurch nicht vollständig in ihre Ausgangsposition zurückkehren. Wiederholte Richtungswechsel oder schnell aufeinanderfolgende Betätigungen lassen sich so mit kürzeren Fingerbewegungen ausführen, was besonders für Spieler mit hohem Eingabetempo relevant ist.
Rapid Tap arbeitet mit konfigurierten Tastenpaaren und priorisiert jeweils die zuletzt gedrückte Taste. Zuvor muss die erste Taste nicht losgelassen werden. Bis zu fünf Paare lassen sich konfigurieren, wodurch schnelle Wechsel zwischen zwei gegensätzlichen Eingaben vereinfacht werden können. Diese Funktion richtet sich vor allem an wettbewerbsorientierte Spieler, die ihre Bewegungssteuerung gezielt abstimmen möchten.

Protection Mode reduziert dagegen die Empfindlichkeit ausgewählter Tasten im Umfeld einer wichtigen Taste. Versehentliche Berührungen lösen dadurch weniger leicht eine Eingabe aus. Praktisch ist das für Nutzer sehr kurzer Auslösewege, bei denen benachbarte Tasten sonst schneller unbeabsichtigt reagieren könnten.
Angenehmes Tippen trifft auf stabilen Halt
Beim Schreiben fühlte sich die Apex Pro Gen 3 angenehm und kontrolliert an. Das Gehäuse vermittelte über zwölf Wochen einen wertigen, stabilen und robusten Eindruck. Auf dem Schreibtisch verrutschte die Tastatur beim Spielen nicht, ließ sich bei Bedarf aber ohne umständliches Anheben gut neu positionieren.
Zur sicheren Haltung trägt die fest sitzende Handballenauflage bei. Ihre Oberfläche ist hart, der Winkel passte für meine Hände jedoch sehr gut. Dadurch blieb die Handposition auch bei längeren Sitzungen angenehm. Nutzer, die eine weich gepolsterte Auflage bevorzugen, müssen sich dagegen mit der festen Ausführung arrangieren.
Das Tippgeräusch bleibt auch bei längerer Nutzung unauffällig
Akustisch empfand ich die Tastatur als angenehm und unauffällig. Weder beim längeren Schreiben noch während ausgedehnter Spielsitzungen wurde das Geräusch störend. Werkseitig geschmierte Schalter reduzieren Reibungsgeräusche, zusätzliche Dämpfungslagen nehmen Gehäuseresonanzen auf und überarbeitete Stabilisatoren unterstützen größere Tasten. Diese Konstruktion ist besonders für Vielschreiber und gemeinsam genutzte Räume relevant, weil sie einen ruhigeren Gesamteindruck fördert.
TechGearLab ermittelte beim Tippen einen Geräuschpegel von 46 dBA. Der externe Messwert passt zu meinem Eindruck einer akustisch zurückhaltenden Gaming-Tastatur.
Die Beleuchtung macht Spaß, zeigt aber Schwächen im Detail
Effekte und Konfigurationsmöglichkeiten der LED-Beleuchtung wirkten ausgereift und machten im Alltag Spaß. Über GG Engine lassen sich Farben und Effekte anpassen, wodurch Nutzer die Darstellung auf ihr Setup oder unterschiedliche Belegungen abstimmen können.

Im Detail fiel die Ausleuchtung jedoch ab. Einzelne Tasten waren nicht vollständig erhellt, besonders deutlich zeigte sich das beim Ö. Solche Unregelmäßigkeiten sehe ich sofort, weshalb sie mich bei einer hochwertig auftretenden Tastatur störten. Die Beleuchtungsfunktionen sind insgesamt gelungen, erreichen bei der Gleichmäßigkeit aber nicht dieselbe Sorgfalt wie Eingabe und Gehäuse.
Das gut sichtbare Display findet keinen überzeugenden Zweck
Das kleine OLED-Display ließ sich gut erkennen und war sauber in das Gehäuse integriert. Einen praktischen Mehrwert fand ich während der mehrwöchigen Nutzung trotzdem nicht. Wichtige Eingaben und Einstellungen funktionierten ohne Blick auf die Anzeige, sodass sie für meinen Alltag entbehrlich blieb.

GG Engine erlaubt die Anpassung von OLED-Inhalten. Damit kann das Display personalisiert werden, was für Nutzer mit einem konkreten Anzeigekonzept interessant ist. Ohne einen solchen Einsatzzweck bleibt es jedoch eine sichtbare Zusatzfunktion statt eines entscheidenden Bedienvorteils. Einen vergleichbaren Schwerpunkt auf Zusatzanzeigen bietet der Corsair Galleon 100 SD im Praxistest, der ebenfalls zu meinem Vergleichsfeld gehörte.
GG Engine bündelt die wichtigen Einstellungen ohne Kontozwang
Innerhalb von GG Engine ließ sich die Apex Pro Gen 3 ohne Konto vollständig konfigurieren. Beleuchtung, Tastenbelegung, Makros, Auslöseempfindlichkeit und OLED-Inhalte liegen damit an einer zentralen Stelle. Der praktische Vorteil zeigt sich besonders bei Nutzern, die einzelne Tasten unterschiedlich empfindlich einstellen oder mehrere Funktionen auf ihre persönliche Belegung zuschneiden möchten.

GG QuickSet ergänzt vorbereitete Spielprofile. Solche Profile können Auslöseweg, Rapid Trigger, Rapid Tap, Protection Mode und Beleuchtung gemeinsam konfigurieren. Statt jede Option einzeln anzupassen, erhalten Spieler damit einen schnelleren Ausgangspunkt für unterstützte Titel. Eigene Feinabstimmungen bleiben besonders bei Auslöseempfindlichkeit und Tastenpaaren sinnvoll, weil Handhaltung und bevorzugtes Eingabetempo individuell ausfallen.
Das abnehmbare USB-C-Kabel erleichtert die kabelgebundene Nutzung
Die getestete Vollformatversion arbeitet kabelgebunden und besitzt ein abnehmbares, ummanteltes USB-C-Kabel. Beim Positionieren, Transportieren oder Austauschen des Kabels ist diese Trennung praktischer als eine fest montierte Leitung. Funkfreiheit bietet sie nicht, dafür bleibt die Verbindung klar auf einen stationären Schreibtisch ausgerichtet.
Zusätzlich existiert die Gen-3-Serie als kabelgebundene TKL-Variante und als kabellose TKL-Version. Wer weniger Platz benötigt oder auf den Nummernblock verzichten kann, findet damit kompaktere Alternativen. Weitere Grundlagen zur Wahl von Größe und Ausstattung bündelt der Kaufberater für Gaming-Tastaturen.
Stärken und Schwächen der Apex Pro Gen 3
| Bereich | Stärke | Grenze |
|---|---|---|
| Eingabe | Präzises Spielgefühl und einstellbarer Auslöseweg von 0,1 bis 4,0 Millimetern | Gemessene Auslösepunkte stimmen laut TechGearLab nicht vollständig mit den Einstellungen überein |
| Komfort | Angenehmes Tippen, sicherer Stand und passend angewinkelte Handballenauflage | Harte Oberfläche der Handballenauflage |
| Beleuchtung | Ausgereifte Effekte mit umfangreicher Anpassung | Einzelne Beschriftungen wie das Ö sind nicht vollständig ausgeleuchtet |
| Ausstattung | Robustes Gehäuse, OLED-Display und abnehmbares USB-C-Kabel | Display blieb im praktischen Einsatz ohne überzeugenden Nutzen |
- Präzise Eingaben: Das kontrollierte Gefühl passte beim Schreiben und in unterschiedlichen Spielgenres.
- Hohe Anpassbarkeit: OmniPoint 3.0, Rapid Trigger, Rapid Tap und Protection Mode verändern das Eingabeverhalten direkt.
- Sicherer Stand: Beim Gaming blieb die Tastatur an ihrem Platz, ließ sich aber unkompliziert neu positionieren.
- Angenehme Akustik: Tippgeräusche blieben auch bei längerer Nutzung unauffällig und nicht störend.
Fazit: Für wen sich die SteelSeries Apex Pro Gen 3 eignet
SteelSeries richtet die Apex Pro Gen 3 an Spieler, die präzise Eingaben und eine weitreichend anpassbare Auslösung höher gewichten als dekorative Zusatzfunktionen. Genau dort überzeugte sie mich: Das Tippen war angenehm, Spieleingaben fühlten sich kontrolliert an und die Gaming-Funktionen erlauben eine detaillierte Abstimmung auf verschiedene Vorlieben.
Grenzen zeigen sich bei der ungleichmäßigen Ausleuchtung einzelner Tasten, beim für mich entbehrlichen OLED-Display und bei den extern festgestellten Abweichungen zwischen eingestellten und tatsächlichen Auslösepunkten. Auch die harte Handballenauflage passt eher zu Nutzern, die festen Halt statt weicher Polsterung bevorzugen.
Entscheidender Kaufgrund ist das stimmige Zusammenspiel aus präzisem Spielgefühl, OmniPoint-3.0-Schaltern und direkt in die Steuerung eingreifenden Funktionen wie Rapid Trigger, Rapid Tap und Protection Mode. Wer diese Anpassbarkeit nutzt, erhält eine robuste Gaming-Tastatur, die beim Spielen und Schreiben viel Freude bereitet.






Häufige Fragen
Nein. Die getestete Vollformatversion ist kabelgebunden und nutzt ein abnehmbares USB-C-Kabel. Eine kabellose Ausführung gibt es innerhalb der Gen-3-Serie nur im kompakteren TKL-Format ohne Nummernblock.
Nein. Im Test ließ sich die Tastatur über GG Engine ohne Konto vollständig einstellen. Dazu gehörten Beleuchtung, Tastenbelegung, Makros, Auslöseempfindlichkeit und OLED-Inhalte.
Ja. Das Tippen blieb über zwölf Wochen angenehm und kontrolliert, das Geräusch wirkte auch bei längerer Nutzung unauffällig. Die Handballenauflage saß fest und hatte einen passenden Winkel, ist allerdings hart statt weich gepolstert.
GG Engine erlaubt die Anpassung der OLED-Inhalte. Im Praxistest blieb das kleine, gut sichtbare Display dennoch entbehrlich, weil sich über mehrere Wochen kein überzeugender praktischer Nutzen ergab.
Verwendete Recherche-Quellen für den Faktenabgleich
amazon.com, gn.com, steelseries.com, youtube.com, techgearlab.com, me.ign.com, techaeris.com, gamingtrend.com, reddit.com, forum.zorin.com, support.steelseries.com, rtings.com, mediamarkt.de, eurogamer.net, ign.com, galaxus.at














































































































































































