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Elgato 4K X im Review: schnelle Aufnahmen mit klaren HDR-Grenzen
19. Oktober 2026
Die Elgato Game Capture 4K X lohnt sich vor allem, wenn beim Aufnehmen ein schneller Spielmonitor weiterlaufen soll. Ihr HDMI-2.1-Durchgang erhält hohe Bildraten und variable Bildwiederholung, während der Rechner ein eigenes Aufnahmesignal bekommt. Für einen einfachen Full-HD-Stream ist das viel Reserve. Wer 4K und HDR gleichzeitig mit 60 Bildern pro Sekunde archivieren möchte, trifft dagegen auf eine entscheidende Grenze.
Produktbilder aus der Amazon-Galerie der Elgato Game Capture 4K X.
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Amazon Preis aktualisiert am: 19. Oktober 2026 09:55
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Warum der Spielmonitor an den HDMI-Ausgang gehört
Die sinnvolle Verkabelung führt von Konsole oder Spiele-PC in die 4K X, von dort per HDMI zum Bildschirm und per USB zum Aufnahmegerät. So kann der Monitor ein schnelles Signal anzeigen, während der Stream beispielsweise mit 1080p60 läuft. Für die PS5 beschreibt Elgato genau diesen Aufbau. Bei schwarzem Aufnahmebild gehört die HDCP-Einstellung der Konsole zu den ersten Prüfstellen. Kopiergeschützte Videoinhalte lassen sich über diesen Weg nicht aufnehmen. [8]
Auf der USB-Vorschau zu spielen ist gerade bei schnellen Eingaben die schlechtere Wahl. Dexerto berichtete im eigenen Test von 2024 über merkliche Vorschauverzögerung, während das Spielen am durchgeschleiften Bild funktionierte. Das ist ein nachvollziehbarer Praxishinweis, aber kein von uns gemessener Millisekundenwert. Ein eigener Latenzvergleich liegt nicht vor. [6]
8.5
Bild und AufnahmeSehr gut
Für einen üblichen 1080p60-Stream sind reichlich Reserven vorhanden. Der Vorteil liegt vor allem darin, das Aufnahmeformat unabhängig vom schnellen Spielmonitor wählen zu können. [1][2]
Bild und Aufnahme8.5
Full-HD-Aufnahme
9
Für einen üblichen 1080p60-Stream sind reichlich Reserven vorhanden. Der Vorteil liegt vor allem darin, das Aufnahmeformat unabhängig vom schnellen Spielmonitor wählen zu können. [1][2]
4K-Aufnahme in SDR
9
Die hohen SDR-Bildraten eröffnen Zeitlupen und flüssige Mitschnitte. Der Spitzenwert gehört jedoch zu MJPEG und darf nicht auf alle Farbformate übertragen werden. [3]
HDR-Aufnahme unter Windows
7
4K-HDR mit 30 fps ist für ruhige Szenen brauchbar, für flüssige 60-fps-Archive aber eine klare Einschränkung. Niedrigere Auflösungen erlauben mehr Bildrate. [3]
Verfügbare Farbformate
9
Mehrere Farbformate erleichtern die Abstimmung auf Aufnahme und Schnitt. Die Wahl verlangt Aufmerksamkeit, bietet dafür mehr Spielraum als eine einzige fest vorgegebene Ausgabe. [2][3]
Skalierung und Aufnahmewahl
8.5
Ein schnelleres Eingangssignal lässt sich in einem kleineren Aufnahmeformat verwenden. Dabei muss die gewünschte Kombination in der Matrix stehen; beliebige Umwandlungen sind nicht zugesichert. [3]
Gemessene USB-Vorschaulatenz
Eine nach demselben Verfahren erhobene USB-Vorschaulatenz liegt nicht vor. Die qualitative Verzögerungsbeobachtung des Originaltests lässt sich nicht in Millisekunden oder eine Messnote umrechnen. [6]
Dauerbetrieb im Originaltest
Der Originaltest beschreibt funktionierende Aufnahmen an mehreren Quellen, nennt aber keinen standardisierten Langzeittest mit dokumentierter Laufzeit. Daraus folgt keine belastbare Dauerbetriebsnote. [6]
4K144 erklärt noch nicht die Aufnahmequalität
Die hohe Maximalbildrate sagt wenig über das Farbformat aus. MJPEG komprimiert die Einzelbilder bereits auf dem USB-Weg. NV12 und I420 übertragen ein anderes, für viele Aufnahmeprogramme gebräuchliches Format; RGB erhält mehr Farbinformation für kleine farbige Schrift, braucht dafür mehr Bandbreite. Bei schnellen Spielaufnahmen ist die beste Einstellung deshalb diejenige, die zum Schnitt und zur späteren Ausgabe passt.
Für die konkrete Wahl zählt die aktuelle Codec-Tabelle: 4K60 über NV12 benötigt 10 Gbit/s, am 5-Gbit/s-Anschluss bleibt dort 4K30. Die höheren 4K-Bildraten gehören zu MJPEG. Bei 4K-HDR nennt die detaillierte Tabelle P010 mit 30 fps. Die pauschale Kombination aus maximaler Auflösung, Bildrate und HDR wäre somit irreführend. [3]
Elgato Game Capture 4K X gegen AVerMedia Live Gamer ULTRA 2.1 im Direktvergleich
Der HDMI-Durchgang bewahrt einen schnellen Spielbildschirm neben der getrennten Aufnahme. Das ist der wichtigste praktische Mehrwert gegenüber einer einfachen Karte ohne passenden Ausgang. [1][2][8]
Anschlüsse und Verarbeitung8.5
HDMI-Passthrough
9
Der HDMI-Durchgang bewahrt einen schnellen Spielbildschirm neben der getrennten Aufnahme. Das ist der wichtigste praktische Mehrwert gegenüber einer einfachen Karte ohne passenden Ausgang. [1][2][8]
VRR-Durchschleifung
9
VRR-Passthrough passt zu wechselnden Spielbildraten und vermeidet einen unnötigen Verzicht auf diese Monitorfunktion. Die gesamte Verbindung muss den gewählten Modus unterstützen. [1][2]
HDR-Durchschleifung
9
HDR kann am Bildschirm erhalten bleiben, auch wenn eine SDR-Aufnahme benötigt wird. Für diesen Mischbetrieb ist die Trennung von Anzeige und Aufnahme sinnvoll. [1][3]
Host-Anschluss
8
USB mit 10 Gbit/s macht die Box auch am Laptop nutzbar. Der Host-Anschluss muss seine Geschwindigkeit tatsächlich liefern; der USB-C-Stecker allein reicht als Prüfung nicht. [2][4]
Mobilität und Gehäuse
9
Das 91-g-Gerät lässt sich ohne internen Einbau mitnehmen und zwischen geeigneten Rechnern umstecken. Die externe Verkabelung bleibt dafür Teil jedes Aufbaus. [1]
Kabelausstattung
7.5
USB-C- und HDMI-Kabel decken den Einstieg ab. Der vollständige Monitor-Durchgang benötigt zwei HDMI-Leitungen, sodass ein vorhandenes oder zusätzliches Kabel eingeplant werden muss. [2][8]
Mechanischer Eindruck im Originaltest
8
Dexerto beschreibt ein Kunststoffgehäuse mit rutschhemmenden Füßen und ordentlich wirkenden Kabeln. Das spricht für einen zweckmäßigen Tischaufbau, ersetzt aber keine eigene Haltbarkeitsprüfung. [6]
Host, Software und Audio müssen zum Aufbau passen
Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick in die Anschlussdaten des Rechners. Ein passender Stecker genügt nicht: Auch das USB-Kabel und gegebenenfalls ein Adapter müssen die nötige Datenrate unterstützen. Elgatos Mindestanforderungen gelten zudem für bestimmte Software und ersetzen keine Leistungsreserve für gleichzeitiges Encodieren, Szenen und Aufzeichnen. Ein Laptop wird durch die Box nicht automatisch zu einem leistungsfähigen Streaming-Rechner. [4]
Auf dem Mac lässt sich der 10-Gbit/s-Betrieb laut aktueller Hilfe in Elgato Studio aktivieren. Eine HDR-Aufzeichnung ergibt sich daraus nicht; die Aufnahme bleibt dort SDR. Das iPad hat einen eigenen Weg mit USB-C und der Elgato-Capture-App. Für längere mobile Aufnahmen ist ein passendes Dock mit Ladeanschluss praktisch, weil der einzige USB-C-Port sonst bereits belegt ist. [5][7]
Beim Ton ist die kleine Klinkenbuchse leicht misszuverstehen. Sie nimmt ein analoges Stereosignal auf Line-Pegel entgegen. Ein gewöhnliches Mikrofon oder Kopfhörer gehört dort nicht einfach als gleichwertiger Ersatz angeschlossen. Wer Party-Chat von einem Controller einbinden will, sollte den kompletten Audioweg und das nötige Kabel vorab planen. [2][8]
7.9
Funktionen und SoftwareGut
Die dokumentierten Windows-Wege und die Einbindung als Videoquelle lassen einen klaren Aufnahmeaufbau zu. Welche Encodierung parallel gelingt, hängt auch von Rechner und Software ab. [4][8]
Funktionen und Software7.9
Windows-Workflow
9
Die dokumentierten Windows-Wege und die Einbindung als Videoquelle lassen einen klaren Aufnahmeaufbau zu. Welche Encodierung parallel gelingt, hängt auch von Rechner und Software ab. [4][8]
Mac-Workflow
7.5
Mac-Nutzung ist vorgesehen und der schnelle USB-Betrieb lässt sich aktivieren. Dass HDR-Aufzeichnungen SDR bleiben, begrenzt die Eignung für einen plattformgleichen HDR-Arbeitsablauf. [3][5]
iPad-Anbindung
8
Ein unterstütztes USB-C-iPad kann mit der Capture-App aufnehmen. Das erweitert mobile Setups; für gleichzeitiges Laden und längere Sitzungen wird die Anschlussplanung wichtiger. [7]
Analoges Audio
7.5
Der Stereo-Line-Eingang kann ein zusätzliches analoges Signal aufnehmen. Ein Mikrofonanschluss oder eine vollständige Headset-Steuerung entsteht daraus nicht, sodass der Nutzen vom Audioweg abhängt. [2][8]
Mehrkanalton
Die verwendeten Unterlagen belegen den analogen Stereo-Eingang, aber keinen verlässlich abgegrenzten Mehrkanal-Aufnahmeweg für unseren Vergleich. Ein fehlender Nachweis wird hier nicht als bestätigtes Nein benotet. [2][8]
EDID und Signalkompatibilität
7.5
Die Aufnahmematrix und Hinweise auf nicht unterstütztes DSC helfen bei der Fehlersuche. Ein anspruchsvoller HDMI-Aufbau verlangt dennoch einen Abgleich von Quelle, Bildschirm und Aufnahmeformat. [3][8]
HDR-zu-SDR-Workflow
8
Die Umwandlung von HDR zu SDR ist bei gemischter Anzeige und Aufnahme praktisch. Wer HDR-Dateien archivieren will, muss stattdessen Betriebssystem und konkreten HDR-Modus berücksichtigen. [3]
Wo die 4K X an ihre Grenzen kommt
Ein besonders schneller PC-Monitor kann ein Signal mit Display Stream Compression verlangen. Solche DSC-Signale kann die 4K X nicht aufnehmen. Falls das Durchschleifen funktioniert und die Aufnahme dennoch schwarz bleibt, ist eine niedrigere Bildrate oder Auflösung ein sinnvoller Test. Auch ein HDMI-2.1-Aufdruck beseitigt diese Grenze nicht. [3]
Das kompakte Gerät braucht keinen freien PCIe-Steckplatz und lässt sich zwischen Rechnern bewegen. Dafür bleiben drei Kabelwege auf dem Tisch. Ein USB-C-Kabel und ein HDMI-Kabel liegen bei; für den vollständigen Aufbau mit Spielmonitor muss das zweite HDMI-Kabel bereits vorhanden sein oder dazukommen. Bei der Gerätewahl sollten deshalb Bildschirm und Verkabelung genauso feststehen wie das gewünschte Aufnahmeformat. [1][8]
Fazit und Kaufempfehlungen
8.2Gesamtwertung
Sehr Gut
Starke externe Capture-Karte für schnelle SDR-Aufnahmen und HDMI-2.1-Spielmonitore. 4K-HDR bleibt auf 30 fps begrenzt; der passende USB-Host ist Voraussetzung.
Bild und Aufnahme
8.5
Anschlüsse und Verarbeitung
8.5
Funktionen und Software
7.9
Preis-Leistung
7.9
PROS
Hohe SDR-Aufnahmebildraten und viele Farbformate
HDMI-2.1-Passthrough mit VRR und HDR
Flexibel an Rechnern und unterstützten USB-C-iPads einsetzbar
CONS
4K-HDR-Aufnahme auf 30 fps begrenzt
Keine HDR-Aufzeichnung unter macOS
Für den Monitor-Durchgang ist ein zweites HDMI-Kabel nötig
Wir empfehlen die Elgato 4K X für anspruchsvolle SDR-Aufnahmen und Setups, in denen ein schneller HDMI-2.1-Spielmonitor seine Stärken behalten soll. Die vielen Aufnahmeformate sind besonders dann nützlich, wenn neben dem Stream auch Material für Schnitt oder Zeitlupe entsteht. Der Kauf setzt voraus, dass Host, Kabel und Software zum tatsächlich gewünschten Modus passen.
7.9
Preis-LeistungGut
Nur für einen einfachen Full-HD-Stream bleibt viel Potenzial ungenutzt. Der Aufpreis rechnet sich eher über den schnellen HDMI-Durchgang oder zusätzliche Aufnahmeformate als über die Streamauflösung allein.
Preis-Leistung7.9
Nutzen für Full-HD-Streams
6.5
Nur für einen einfachen Full-HD-Stream bleibt viel Potenzial ungenutzt. Der Aufpreis rechnet sich eher über den schnellen HDMI-Durchgang oder zusätzliche Aufnahmeformate als über die Streamauflösung allein.
Nutzen für anspruchsvolle Aufnahmen
9
Hohe SDR-Bildraten und die Auswahl der Farbformate bieten anspruchsvollen Aufnahmen einen greifbaren Nutzen. Für 4K60 in HDR passt das Leistungsprofil dagegen nicht. [1][3]
Anforderungen an den Host
7.5
Die externe Lösung spart den internen Steckplatz, braucht aber einen geeigneten USB-Host und genügend Rechenleistung. Ein vorhandener Anschluss sollte deshalb vor dem Kauf geprüft werden. [4]
Zusätzlicher Verkabelungsaufwand
7
Ein zusätzliches HDMI-Kabel gehört zum vollständigen Aufbau. Der nötige Aufwand ist überschaubar, sollte bei einer vermeintlich anschlussfertigen Box aber nicht übersehen werden. [8]
Transport und flexible Nutzung
9
Für wechselnde geeignete Rechner ist die kleine USB-Box praktischer als eine interne Karte. Wer ohnehin dauerhaft am selben Desktop aufnimmt, nutzt diesen Mobilitätsvorteil seltener. [1][4]
Softwarepflege und Hilfen
8.5
Aktuelle Anleitungen für mehrere Plattformen und detaillierte Modustabellen erleichtern die Einrichtung. Sie helfen besonders dort, wo ein einfacher Höchstwert die tatsächliche Funktion nicht erklärt. [3][5][7][8]
Passende Alternative zum Aufnahmebedarf
8
Die 4K X ist dann sinnvoll ausgewählt, wenn schnelle SDR-Aufnahmen und der HDMI-2.1-Bildschirm gemeinsam wichtig sind. Für reines Full HD oder zwingendes 4K60-HDR ist ein anderes Profil passender. [1][3]
Für reine 1080p60-Aufnahmen an einem Full-HD-Bildschirm ist die einfachere AVerMedia Live Gamer MINI GC311 die naheliegende Gegenprobe. Wer analogen Headset- und Controller-Ton gezielter anschließen möchte, sollte die AVerMedia Live Gamer ULTRA 2.1 GC553G2 mit ihren zwei TRRS-Buchsen ansehen. Für 4K60 in HDR passt die 4K X dagegen nicht: Hier muss bereits die Geräteauswahl eine andere Aufnahmeklasse berücksichtigen.
So entsteht unsere Einordnung
Diese Recherche-Review verbindet aktuelle Herstellerunterlagen mit dem Originaltest von Dexerto. Unsere redaktionelle Bewertung beruht auf diesen Quellen. Eigene Geräte- und Latenzmessungen liegen nicht vor. Aufnahmemodi folgen der aktuellen Detailmatrix, Testbeobachtungen von 2024 bleiben zeitlich zugeordnet. Für einen standardisierten Langzeitbetrieb und den Mehrkanal-Aufnahmeweg reicht die verwendete Prüfgrundlage nicht aus. Angebote und Verfügbarkeit haben einen eigenen Prüfzeitpunkt.
Konstantin ist Ingenieur für Technische Informatik und arbeitet im Bereich der Systemintegration und Softwaretests. Auf 1aus3.net strukturiert er technische Themen, vergleicht Produkte und fasst Ergebnisse verständlich zusammen. Wichtig sind ihm klare Kriterien, nachvollziehbare Aussagen und praktische Relevanz.
1440p-Aufnahme SDR, Windows, maximal und modusabhängig
144 FPS
1440p-Passthrough
240 Hz
4K MJPEG, Windows, bei 5 Gbit/s, aktuelle Matrix
144 FPS
4K NV12, Windows, bei 10 Gbit/s
60 FPS
4K NV12, Windows, bei 5 Gbit/s
30 FPS
4K-Aufnahme
Ja
4K-Aufnahme HDR Windows, P010 bei 10 Gbit/s
30 FPS
4K-Aufnahme SDR, Windows, maximal und modusabhängig
144 FPS
4K-Passthrough, ohne DSC
144 Hz
Abmessungen, Herstellerfolge
112 × 72 × 18 mm, Achsenfolge nicht benannt
Analoge Audioanschlüsse
1 Stück
Audioeingang
3,5-mm-TRS-Line-in, HDMI
Bauart
Externe HDMI-USB-Capture-Karte
Eigenständige Aufnahme ohne Host
Nein
Gerätegewicht
91 g
HDCP-geschützte Signale
Keine Aufnahme
HDMI-Ausgänge
1 Stück
HDMI-Eingänge
1 Stück
HDMI-Standard
HDMI 2.1
HDR-Aufnahme Windows
Ja, modusabhängig
HDR-Aufnahme macOS
Nein
HDR-zu-SDR-Umwandlung
Geräteseitiges Tonemapping
Host-Betriebssysteme
iPadOS, macOS, Windows
Host-Datenrate, nominell
10 Gbit/s
Lieferumfang
HDMI-Kabel, USB-C-zu-C-Kabel
USB-Buchse am Gerät
USB-C
VRR-Passthrough
Ja
Videoformate
I420, MJPEG, NV12, P010, RGB24, YUY2
Windows-Voraussetzungen
Windows 10 (64 Bit) oder neuer; USB-Modus und verwendete Software beachten
iPad-Anbindung
iPadOS 17 oder neuer mit USB-C
macOS-Voraussetzungen
macOS 11 oder neuer; HDR-Aufnahme nicht unterstützt; 10-Gbit/s-Betrieb in Elgato Studio aktivierbar
Bild und Aufnahme8.5
Full-HD-Aufnahme
9
Für einen üblichen 1080p60-Stream sind reichlich Reserven vorhanden. Der Vorteil liegt vor allem darin, das Aufnahmeformat unabhängig vom schnellen Spielmonitor wählen zu können. [1][2]
4K-Aufnahme in SDR
9
Die hohen SDR-Bildraten eröffnen Zeitlupen und flüssige Mitschnitte. Der Spitzenwert gehört jedoch zu MJPEG und darf nicht auf alle Farbformate übertragen werden. [3]
HDR-Aufnahme unter Windows
7
4K-HDR mit 30 fps ist für ruhige Szenen brauchbar, für flüssige 60-fps-Archive aber eine klare Einschränkung. Niedrigere Auflösungen erlauben mehr Bildrate. [3]
Verfügbare Farbformate
9
Mehrere Farbformate erleichtern die Abstimmung auf Aufnahme und Schnitt. Die Wahl verlangt Aufmerksamkeit, bietet dafür mehr Spielraum als eine einzige fest vorgegebene Ausgabe. [2][3]
Skalierung und Aufnahmewahl
8.5
Ein schnelleres Eingangssignal lässt sich in einem kleineren Aufnahmeformat verwenden. Dabei muss die gewünschte Kombination in der Matrix stehen; beliebige Umwandlungen sind nicht zugesichert. [3]
Gemessene USB-Vorschaulatenz
Eine nach demselben Verfahren erhobene USB-Vorschaulatenz liegt nicht vor. Die qualitative Verzögerungsbeobachtung des Originaltests lässt sich nicht in Millisekunden oder eine Messnote umrechnen. [6]
Dauerbetrieb im Originaltest
Der Originaltest beschreibt funktionierende Aufnahmen an mehreren Quellen, nennt aber keinen standardisierten Langzeittest mit dokumentierter Laufzeit. Daraus folgt keine belastbare Dauerbetriebsnote. [6]
Anschlüsse und Verarbeitung8.5
HDMI-Passthrough
9
Der HDMI-Durchgang bewahrt einen schnellen Spielbildschirm neben der getrennten Aufnahme. Das ist der wichtigste praktische Mehrwert gegenüber einer einfachen Karte ohne passenden Ausgang. [1][2][8]
VRR-Durchschleifung
9
VRR-Passthrough passt zu wechselnden Spielbildraten und vermeidet einen unnötigen Verzicht auf diese Monitorfunktion. Die gesamte Verbindung muss den gewählten Modus unterstützen. [1][2]
HDR-Durchschleifung
9
HDR kann am Bildschirm erhalten bleiben, auch wenn eine SDR-Aufnahme benötigt wird. Für diesen Mischbetrieb ist die Trennung von Anzeige und Aufnahme sinnvoll. [1][3]
Host-Anschluss
8
USB mit 10 Gbit/s macht die Box auch am Laptop nutzbar. Der Host-Anschluss muss seine Geschwindigkeit tatsächlich liefern; der USB-C-Stecker allein reicht als Prüfung nicht. [2][4]
Mobilität und Gehäuse
9
Das 91-g-Gerät lässt sich ohne internen Einbau mitnehmen und zwischen geeigneten Rechnern umstecken. Die externe Verkabelung bleibt dafür Teil jedes Aufbaus. [1]
Kabelausstattung
7.5
USB-C- und HDMI-Kabel decken den Einstieg ab. Der vollständige Monitor-Durchgang benötigt zwei HDMI-Leitungen, sodass ein vorhandenes oder zusätzliches Kabel eingeplant werden muss. [2][8]
Mechanischer Eindruck im Originaltest
8
Dexerto beschreibt ein Kunststoffgehäuse mit rutschhemmenden Füßen und ordentlich wirkenden Kabeln. Das spricht für einen zweckmäßigen Tischaufbau, ersetzt aber keine eigene Haltbarkeitsprüfung. [6]
Funktionen und Software7.9
Windows-Workflow
9
Die dokumentierten Windows-Wege und die Einbindung als Videoquelle lassen einen klaren Aufnahmeaufbau zu. Welche Encodierung parallel gelingt, hängt auch von Rechner und Software ab. [4][8]
Mac-Workflow
7.5
Mac-Nutzung ist vorgesehen und der schnelle USB-Betrieb lässt sich aktivieren. Dass HDR-Aufzeichnungen SDR bleiben, begrenzt die Eignung für einen plattformgleichen HDR-Arbeitsablauf. [3][5]
iPad-Anbindung
8
Ein unterstütztes USB-C-iPad kann mit der Capture-App aufnehmen. Das erweitert mobile Setups; für gleichzeitiges Laden und längere Sitzungen wird die Anschlussplanung wichtiger. [7]
Analoges Audio
7.5
Der Stereo-Line-Eingang kann ein zusätzliches analoges Signal aufnehmen. Ein Mikrofonanschluss oder eine vollständige Headset-Steuerung entsteht daraus nicht, sodass der Nutzen vom Audioweg abhängt. [2][8]
Mehrkanalton
Die verwendeten Unterlagen belegen den analogen Stereo-Eingang, aber keinen verlässlich abgegrenzten Mehrkanal-Aufnahmeweg für unseren Vergleich. Ein fehlender Nachweis wird hier nicht als bestätigtes Nein benotet. [2][8]
EDID und Signalkompatibilität
7.5
Die Aufnahmematrix und Hinweise auf nicht unterstütztes DSC helfen bei der Fehlersuche. Ein anspruchsvoller HDMI-Aufbau verlangt dennoch einen Abgleich von Quelle, Bildschirm und Aufnahmeformat. [3][8]
HDR-zu-SDR-Workflow
8
Die Umwandlung von HDR zu SDR ist bei gemischter Anzeige und Aufnahme praktisch. Wer HDR-Dateien archivieren will, muss stattdessen Betriebssystem und konkreten HDR-Modus berücksichtigen. [3]
Preis-Leistung7.9
Nutzen für Full-HD-Streams
6.5
Nur für einen einfachen Full-HD-Stream bleibt viel Potenzial ungenutzt. Der Aufpreis rechnet sich eher über den schnellen HDMI-Durchgang oder zusätzliche Aufnahmeformate als über die Streamauflösung allein.
Nutzen für anspruchsvolle Aufnahmen
9
Hohe SDR-Bildraten und die Auswahl der Farbformate bieten anspruchsvollen Aufnahmen einen greifbaren Nutzen. Für 4K60 in HDR passt das Leistungsprofil dagegen nicht. [1][3]
Anforderungen an den Host
7.5
Die externe Lösung spart den internen Steckplatz, braucht aber einen geeigneten USB-Host und genügend Rechenleistung. Ein vorhandener Anschluss sollte deshalb vor dem Kauf geprüft werden. [4]
Zusätzlicher Verkabelungsaufwand
7
Ein zusätzliches HDMI-Kabel gehört zum vollständigen Aufbau. Der nötige Aufwand ist überschaubar, sollte bei einer vermeintlich anschlussfertigen Box aber nicht übersehen werden. [8]
Transport und flexible Nutzung
9
Für wechselnde geeignete Rechner ist die kleine USB-Box praktischer als eine interne Karte. Wer ohnehin dauerhaft am selben Desktop aufnimmt, nutzt diesen Mobilitätsvorteil seltener. [1][4]
Softwarepflege und Hilfen
8.5
Aktuelle Anleitungen für mehrere Plattformen und detaillierte Modustabellen erleichtern die Einrichtung. Sie helfen besonders dort, wo ein einfacher Höchstwert die tatsächliche Funktion nicht erklärt. [3][5][7][8]
Passende Alternative zum Aufnahmebedarf
8
Die 4K X ist dann sinnvoll ausgewählt, wenn schnelle SDR-Aufnahmen und der HDMI-2.1-Bildschirm gemeinsam wichtig sind. Für reines Full HD oder zwingendes 4K60-HDR ist ein anderes Profil passender. [1][3]
Zusammenfassung
1
HDMI-Passthrough und USB-Aufnahme sind getrennte Signalwege: Die Anzeige am Spielmonitor bestimmt nicht automatisch das Aufnahmeformat.
2
4K mit bis zu 144 fps ist ein SDR-Modus mit MJPEG. In HDR sind bei 4K maximal 30 fps über P010 vorgesehen.
3
Ein USB-Anschluss mit 10 Gbit/s eröffnet mehr Farbformate und Bildraten; USB-C allein belegt diese Geschwindigkeit nicht.
4
Mac-Aufnahmen bleiben SDR. Windows, macOS und unterstützte USB-C-iPads haben unterschiedliche Aufnahmebedingungen.
★
Die 3,5-mm-Buchse ist ein Stereo-Line-Eingang. Für Spielen über den HDMI-Ausgang wird zusätzlich zum beiliegenden Kabel ein zweites HDMI-Kabel benötigt.
Fachkommentar
Fazit und Kaufempfehlungen
Wir empfehlen die Elgato 4K X für anspruchsvolle SDR-Aufnahmen und Setups, in denen ein schneller HDMI-2.1-Spielmonitor seine Stärken behalten soll. Die vielen Aufnahmeformate sind besonders dann nützlich, wenn neben dem Stream auch Material für Schnitt oder Zeitlupe entsteht. Der Kauf setzt voraus, dass Host, Kabel und Software zum tatsächlich gewünschten Modus passen.
Für reine 1080p60-Aufnahmen an einem Full-HD-Bildschirm ist die einfachere AVerMedia Live Gamer MINI GC311 die naheliegende Gegenprobe. Wer analogen Headset- und Controller-Ton gezielter anschließen möchte, sollte die AVerMedia Live Gamer ULTRA 2.1 GC553G2 mit ihren zwei TRRS-Buchsen ansehen. Für 4K60 in HDR passt die 4K X dagegen nicht: Hier muss bereits die Geräteauswahl eine andere Aufnahmeklasse berücksichtigen.