☆ ★ ☆ 1 aus 3 Empfehlungen für unterschiedliche Budgets und Ansprüche
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Elgato 4K X im Review: schnelle Aufnahmen mit klaren HDR-Grenzen

Die Elgato Game Capture 4K X lohnt sich vor allem, wenn beim Aufnehmen ein schneller Spielmonitor weiterlaufen soll. Ihr HDMI-2.1-Durchgang erhält hohe Bildraten und variable Bildwiederholung, während der Rechner ein eigenes Aufnahmesignal bekommt. Für einen einfachen Full-HD-Stream ist das viel Reserve. Wer 4K und HDR gleichzeitig mit 60 Bildern pro Sekunde archivieren möchte, trifft dagegen auf eine entscheidende Grenze.

Produktbilder aus der Amazon-Galerie der Elgato Game Capture 4K X.

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Amazon Preis aktualisiert am: 19. Oktober 2026 09:55
Für diesen Link erhält 1aus3.net ggf. eine Provision vom Händler.

Warum der Spielmonitor an den HDMI-Ausgang gehört

Die sinnvolle Verkabelung führt von Konsole oder Spiele-PC in die 4K X, von dort per HDMI zum Bildschirm und per USB zum Aufnahmegerät. So kann der Monitor ein schnelles Signal anzeigen, während der Stream beispielsweise mit 1080p60 läuft. Für die PS5 beschreibt Elgato genau diesen Aufbau. Bei schwarzem Aufnahmebild gehört die HDCP-Einstellung der Konsole zu den ersten Prüfstellen. Kopiergeschützte Videoinhalte lassen sich über diesen Weg nicht aufnehmen. [8]

Auf der USB-Vorschau zu spielen ist gerade bei schnellen Eingaben die schlechtere Wahl. Dexerto berichtete im eigenen Test von 2024 über merkliche Vorschauverzögerung, während das Spielen am durchgeschleiften Bild funktionierte. Das ist ein nachvollziehbarer Praxishinweis, aber kein von uns gemessener Millisekundenwert. Ein eigener Latenzvergleich liegt nicht vor. [6]

8.5
Bild und AufnahmeSehr gut

Für einen üblichen 1080p60-Stream sind reichlich Reserven vorhanden. Der Vorteil liegt vor allem darin, das Aufnahmeformat unabhängig vom schnellen Spielmonitor wählen zu können. [1] [2]

4K144 erklärt noch nicht die Aufnahmequalität

Die hohe Maximalbildrate sagt wenig über das Farbformat aus. MJPEG komprimiert die Einzelbilder bereits auf dem USB-Weg. NV12 und I420 übertragen ein anderes, für viele Aufnahmeprogramme gebräuchliches Format; RGB erhält mehr Farbinformation für kleine farbige Schrift, braucht dafür mehr Bandbreite. Bei schnellen Spielaufnahmen ist die beste Einstellung deshalb diejenige, die zum Schnitt und zur späteren Ausgabe passt.

Für die konkrete Wahl zählt die aktuelle Codec-Tabelle: 4K60 über NV12 benötigt 10 Gbit/s, am 5-Gbit/s-Anschluss bleibt dort 4K30. Die höheren 4K-Bildraten gehören zu MJPEG. Bei 4K-HDR nennt die detaillierte Tabelle P010 mit 30 fps. Die pauschale Kombination aus maximaler Auflösung, Bildrate und HDR wäre somit irreführend. [3]

Elgato Game Capture 4K X gegen AVerMedia Live Gamer ULTRA 2.1 im Direktvergleich

Kriterium
Elgato Game Capture 4K XElgato Game Capture 4K X229,90 €
Gesamtwertung
8,2
8,3
Bild und Aufnahme
8,5
8,5
Anschlüsse und Verarbeitung
8,5
8,6
Funktionen und Software
7,9
8,2
Preis-Leistung
7,9
8,0
Technische Daten
Host-Datenrate, nominell
10 Gbit/s
10 Gbit/s
HDMI-Eingänge
1 Stück
1 Stück
HDMI-Ausgänge
1 Stück
1 Stück
Analoge Audioanschlüsse
1 Stück
2 Stück
4K-Aufnahme SDR, Windows, maximal und modusabhängig
144 FPS
144 FPS
4K-Aufnahme HDR Windows, P010 bei 10 Gbit/s
30 FPS
30 FPS
1440p-Aufnahme SDR, Windows, maximal und modusabhängig
144 FPS
144 FPS
1080p-Aufnahme SDR, Windows, maximal
240 FPS
240 FPS
4K-Passthrough, ohne DSC
144 Hz
144 Hz
1440p-Passthrough
240 Hz
240 Hz
1080p-Passthrough
240 Hz
360 Hz
4K MJPEG, Windows, bei 5 Gbit/s, aktuelle Matrix
144 FPS
60 FPS
4K NV12, Windows, bei 10 Gbit/s
60 FPS
60 FPS
4K NV12, Windows, bei 5 Gbit/s
30 FPS
30 FPS
1440p HDR P010, Windows, bei 10 Gbit/s
60 FPS
60 FPS
1080p HDR P010, Windows, bei 10 Gbit/s
120 FPS
120 FPS
Gerätegewicht
91 g
115 g
Bauart
Externe HDMI-USB-Capture-Karte
Externe HDMI-USB-Capture-Karte
HDMI-Standard
HDMI 2.1
HDMI 2.1
USB-Buchse am Gerät
USB-C
USB-C
Host-Betriebssysteme
Windows, iPadOS, macOS
Windows, iPadOS, macOS
Videoformate
I420, MJPEG, NV12, P010, RGB24, YUY2
MJPEG, NV12, P010, RGB24, YUY2
4K-Aufnahme
Ja
Ja
HDR-Aufnahme Windows
Ja, modusabhängig
Ja, modusabhängig
HDR-Aufnahme macOS
Nein
Nein
VRR-Passthrough
Ja
Ja
HDCP-geschützte Signale
Keine Aufnahme
Keine Aufnahme
Audioeingang
3,5-mm-TRS-Line-in, HDMI
3,5-mm-TRRS für Headset/Gamepad, HDMI
Lieferumfang
HDMI-Kabel, USB-C-zu-C-Kabel
HDMI-Kabel, Kurzanleitung, TRRS-Audiokabel, USB-C-zu-C-Kabel
Eigenständige Aufnahme ohne Host
Nein
Nein
Abmessungen, Herstellerfolge
112 × 72 × 18 mm, Achsenfolge nicht benannt
120 × 70 × 27,6 mm (B × T × H)
Windows-Voraussetzungen
Windows 10 (64 Bit) oder neuer; USB-Modus und verwendete Software beachten
Windows 10/11 (64 Bit); für 4K144 MJPEG erhöhte Host-Anforderungen
macOS-Voraussetzungen
macOS 11 oder neuer; HDR-Aufnahme nicht unterstützt; 10-Gbit/s-Betrieb in Elgato Studio aktivierbar
macOS 13/14+; 10 Gbit/s ab 14.4 mit Freischaltung; 4K60 MJPEG: M1/M2 Ultra oder höher; kein HDR
iPad-Anbindung
iPadOS 17 oder neuer mit USB-C
iPadOS 17 oder neuer mit USB-C
Bild und Aufnahme
Full-HD-Aufnahme
9,0
9,0
4K-Aufnahme in SDR
9,0
9,0
HDR-Aufnahme unter Windows
7,0
7,0
Verfügbare Farbformate
9,0
9,0
Skalierung und Aufnahmewahl
8,5
8,5
Anschlüsse und Verarbeitung
HDMI-Passthrough
9,0
9,5
VRR-Durchschleifung
9,0
9,0
HDR-Durchschleifung
9,0
9,0
Host-Anschluss
8,0
8,0
Mobilität und Gehäuse
9,0
8,5
Kabelausstattung
7,5
8,0
Mechanischer Eindruck im Originaltest
8,0
8,0
Funktionen und Software
Windows-Workflow
9,0
8,5
Mac-Workflow
7,5
7,0
iPad-Anbindung
8,0
8,0
Analoges Audio
7,5
9,0
EDID und Signalkompatibilität
7,5
8,0
Preis-Leistung
Nutzen für Full-HD-Streams
6,5
6,5
Nutzen für anspruchsvolle Aufnahmen
9,0
9,0
Anforderungen an den Host
7,5
7,0
Zusätzlicher Verkabelungsaufwand
7,0
8,0
Transport und flexible Nutzung
9,0
8,5
Softwarepflege und Hilfen
8,5
8,5
Passende Alternative zum Aufnahmebedarf
8,0
8,5

Alle Daten: AVerMedia Live Gamer ULTRA 2.1

8.5
Anschlüsse und VerarbeitungSehr gut

Der HDMI-Durchgang bewahrt einen schnellen Spielbildschirm neben der getrennten Aufnahme. Das ist der wichtigste praktische Mehrwert gegenüber einer einfachen Karte ohne passenden Ausgang. [1] [2] [8]

Host, Software und Audio müssen zum Aufbau passen

Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick in die Anschlussdaten des Rechners. Ein passender Stecker genügt nicht: Auch das USB-Kabel und gegebenenfalls ein Adapter müssen die nötige Datenrate unterstützen. Elgatos Mindestanforderungen gelten zudem für bestimmte Software und ersetzen keine Leistungsreserve für gleichzeitiges Encodieren, Szenen und Aufzeichnen. Ein Laptop wird durch die Box nicht automatisch zu einem leistungsfähigen Streaming-Rechner. [4]

Auf dem Mac lässt sich der 10-Gbit/s-Betrieb laut aktueller Hilfe in Elgato Studio aktivieren. Eine HDR-Aufzeichnung ergibt sich daraus nicht; die Aufnahme bleibt dort SDR. Das iPad hat einen eigenen Weg mit USB-C und der Elgato-Capture-App. Für längere mobile Aufnahmen ist ein passendes Dock mit Ladeanschluss praktisch, weil der einzige USB-C-Port sonst bereits belegt ist. [5] [7]

Beim Ton ist die kleine Klinkenbuchse leicht misszuverstehen. Sie nimmt ein analoges Stereosignal auf Line-Pegel entgegen. Ein gewöhnliches Mikrofon oder Kopfhörer gehört dort nicht einfach als gleichwertiger Ersatz angeschlossen. Wer Party-Chat von einem Controller einbinden will, sollte den kompletten Audioweg und das nötige Kabel vorab planen. [2] [8]

7.9
Funktionen und SoftwareGut

Die dokumentierten Windows-Wege und die Einbindung als Videoquelle lassen einen klaren Aufnahmeaufbau zu. Welche Encodierung parallel gelingt, hängt auch von Rechner und Software ab. [4] [8]

Wo die 4K X an ihre Grenzen kommt

Ein besonders schneller PC-Monitor kann ein Signal mit Display Stream Compression verlangen. Solche DSC-Signale kann die 4K X nicht aufnehmen. Falls das Durchschleifen funktioniert und die Aufnahme dennoch schwarz bleibt, ist eine niedrigere Bildrate oder Auflösung ein sinnvoller Test. Auch ein HDMI-2.1-Aufdruck beseitigt diese Grenze nicht. [3]

Das kompakte Gerät braucht keinen freien PCIe-Steckplatz und lässt sich zwischen Rechnern bewegen. Dafür bleiben drei Kabelwege auf dem Tisch. Ein USB-C-Kabel und ein HDMI-Kabel liegen bei; für den vollständigen Aufbau mit Spielmonitor muss das zweite HDMI-Kabel bereits vorhanden sein oder dazukommen. Bei der Gerätewahl sollten deshalb Bildschirm und Verkabelung genauso feststehen wie das gewünschte Aufnahmeformat. [1] [8]

Fazit und Kaufempfehlungen

8.2 Gesamtwertung
Sehr Gut

Starke externe Capture-Karte für schnelle SDR-Aufnahmen und HDMI-2.1-Spielmonitore. 4K-HDR bleibt auf 30 fps begrenzt; der passende USB-Host ist Voraussetzung.

Bild und Aufnahme
8.5
Anschlüsse und Verarbeitung
8.5
Funktionen und Software
7.9
Preis-Leistung
7.9
PROS
  • Hohe SDR-Aufnahmebildraten und viele Farbformate
  • HDMI-2.1-Passthrough mit VRR und HDR
  • Flexibel an Rechnern und unterstützten USB-C-iPads einsetzbar
CONS
  • 4K-HDR-Aufnahme auf 30 fps begrenzt
  • Keine HDR-Aufzeichnung unter macOS
  • Für den Monitor-Durchgang ist ein zweites HDMI-Kabel nötig

Wir empfehlen die Elgato 4K X für anspruchsvolle SDR-Aufnahmen und Setups, in denen ein schneller HDMI-2.1-Spielmonitor seine Stärken behalten soll. Die vielen Aufnahmeformate sind besonders dann nützlich, wenn neben dem Stream auch Material für Schnitt oder Zeitlupe entsteht. Der Kauf setzt voraus, dass Host, Kabel und Software zum tatsächlich gewünschten Modus passen.

7.9
Preis-LeistungGut

Nur für einen einfachen Full-HD-Stream bleibt viel Potenzial ungenutzt. Der Aufpreis rechnet sich eher über den schnellen HDMI-Durchgang oder zusätzliche Aufnahmeformate als über die Streamauflösung allein.

Für reine 1080p60-Aufnahmen an einem Full-HD-Bildschirm ist die einfachere AVerMedia Live Gamer MINI GC311 die naheliegende Gegenprobe. Wer analogen Headset- und Controller-Ton gezielter anschließen möchte, sollte die AVerMedia Live Gamer ULTRA 2.1 GC553G2 mit ihren zwei TRRS-Buchsen ansehen. Für 4K60 in HDR passt die 4K X dagegen nicht: Hier muss bereits die Geräteauswahl eine andere Aufnahmeklasse berücksichtigen.

So entsteht unsere Einordnung

Diese Recherche-Review verbindet aktuelle Herstellerunterlagen mit dem Originaltest von Dexerto. Unsere redaktionelle Bewertung beruht auf diesen Quellen. Eigene Geräte- und Latenzmessungen liegen nicht vor. Aufnahmemodi folgen der aktuellen Detailmatrix, Testbeobachtungen von 2024 bleiben zeitlich zugeordnet. Für einen standardisierten Langzeitbetrieb und den Mehrkanal-Aufnahmeweg reicht die verwendete Prüfgrundlage nicht aus. Angebote und Verfügbarkeit haben einen eigenen Prüfzeitpunkt.

  1. Elgato 4K X: EU-Produktseite
  2. Elgato 4K X: technische Spezifikation
  3. Elgato 4K X: Modus- und Codec-Matrix, aktualisiert 21.05.2026
  4. Elgato 4K X: Systemvoraussetzungen, aktualisiert 02.06.2026
  5. Elgato: 10-Gbit/s-Betrieb am Mac aktivieren
  6. Dexerto: eigener Test der Elgato 4K X, 01.02.2024
  7. Elgato: iPad-Anschluss und Capture-App, 01.06.2026
  8. Elgato: PS5-Verkabelung, HDCP und Audioeingang, 01.06.2026

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    Konstantin
    Konstantin

    Konstantin ist Ingenieur für Technische Informatik und arbeitet im Bereich der Systemintegration und Softwaretests. Auf 1aus3.net strukturiert er technische Themen, vergleicht Produkte und fasst Ergebnisse verständlich zusammen. Wichtig sind ihm klare Kriterien, nachvollziehbare Aussagen und praktische Relevanz.

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