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Kodi 22 RC1: Besseres HDR, aber noch keine finale Version

KI-Illustration · Symbolbild

Kodi 22 „Piers“ ist seit dem 10. Oktober als erster Release Candidate verfügbar. Die Entwickler sehen den geplanten Funktionsumfang weitgehend erreicht, arbeiten aber noch an Fehlern. Für Nutzer mit lokaler Filmsammlung sind vor allem die Änderungen an HDR-Untertiteln und der Blu-ray-Erkennung interessant.

Was sich bei der Wiedergabe ändert

Kodi nennt Verbesserungen für HDR-Einblendungen und UHD-PGS-Untertitel sowie eine passendere Farbbehandlung. Unter Windows kommt HDR-zu-SDR-Tonemapping für PGS-Untertitel hinzu. Blu-ray-Inhalte sollen besser den richtigen Film- und Episoden-Playlists zugeordnet werden. Auch Bibliothek und Disc-Navigation erhalten Korrekturen.

Hinzu kommen FFmpeg 9 und zahlreiche Fehlerbehebungen. Der Release Candidate ist dennoch keine fertige stabile Version. Unter Linux können HDR-Videos laut den bekannten Problemen weiterhin zu zu transparenten oder verwaschenen Bedienelementen führen. Team Kodi empfiehlt vor dem Test eine Sicherung; Downloads liegen im Bereich „Prerelease“ der jeweiligen Plattform.

Unsere Einordnung: Die Untertitel gehören zum Bild

HDR wird oft auf Helligkeit und Farben des Films reduziert. Im Alltag gehören aber Menüs und Untertitel zur gleichen Darstellung. Wenn deren Helligkeit oder Transparenz nicht zum Videobild passt, fällt das gerade in dunklen Szenen unangenehm auf. Verbesserungen an dieser Stelle können deshalb mehr bringen als eine weitere Einstellung, die kaum jemand benutzt.

Auch die Zuordnung von Blu-ray-Episoden ist relevant: Eine umfangreiche Sammlung hilft wenig, wenn Bibliothekseinträge den falschen Abschnitt starten. Ein sinnvoller Test umfasst daher konkrete eigene Problemfälle, etwa mehrteilige Discs, unterschiedliche Tonspuren und Untertitelvarianten. Eine bloß erfolgreich gestartete Datei prüft diesen Nutzen kaum.

Auf dem einzigen Wohnzimmergerät würden wir einen Release Candidate nicht kurz vor dem Filmabend einsetzen. Eine getrennte Testinstallation mit gesicherten Einstellungen ist die bessere Grundlage. Ob die Änderungen auf dem eigenen Betriebssystem und mit den benötigten Erweiterungen helfen, muss dort geprüft werden. Eine pauschale Freigabe aller Kombinationen lässt sich aus dem Changelog nicht ableiten.

Quellen und Stand

Recherchiert am 11. Oktober 2026. Anlass ist die Veröffentlichung vom 10. Oktober 2026. Vorabversionen und Herstellerangaben sind entsprechend eingeordnet.

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