Das QNAP TS-264-8G richtet sich an Anwender, die neben zentralen Dateien weitere Dienste auf ihrem NAS betreiben möchten. Zwei schnelle Netzwerkanschlüsse, zusätzliche SSD-Steckplätze und PCIe eröffnen mehr Ausbauwege als ein einfaches Zwei-Schacht-Gehäuse. Diese Recherche-Review betrachtet die Handelsausführung mit 8 GB RAM, ohne Laufwerke und mit EAN 4711103082331. Die konkrete RAM-Steckplatzrevision des einzelnen Händlergeräts ist über diese Kennung nicht gesichert.
Geeignet für Dateiablage mit zusätzlichen Diensten
Ein gemeinsamer Projektordner, regelmäßige Sicherungen und ein paar ergänzende Anwendungen passen gut zum Konzept des TS-264-8G. Die Ausstattung bietet mehr Reserve als ein kleiner Grundausbau mit sehr wenig RAM. Ein bewusst ausgewählter Satz von Diensten ist dabei sinnvoller als eine möglichst lange Liste installierter Apps.
QNAP nennt unter anderem Dateifreigaben, Qsync, Time Machine und Hybrid Backup Sync. Dadurch lässt sich ein Speicher aufbauen, der Arbeitsgeräte und getrennte Sicherungsziele miteinander verbindet. Container und virtuelle Maschinen erweitern die Möglichkeiten, brauchen aber eigene Ressourcen und Pflege. [3]
Ungeeignet für einen völlig wartungsfreien Speicher
Der große Funktionsumfang fordert Entscheidungen über Speicherpools, Rechte, Sicherungen und Anwendungen. Wer nur gelegentlich eine Datei ablegt, nutzt einen erheblichen Teil dieser Möglichkeiten kaum. Ein schlanker eingerichtetes NAS oder ein einfacheres Speichergerät kann dafür die angenehmere Wahl sein.
Zwei SATA-Schächte bleiben auch bei viel Zusatzausstattung zwei Schächte. Für eine größere Zahl unabhängig nutzbarer Festplatten ist ein Gehäuse mit mehr Einschüben nötig. Ein RAID-Verbund ersetzt außerdem weder eine externe Kopie noch einen erprobten Wiederherstellungsweg.
| Marke | QNAP |
|---|---|
| Gerätetyp | 2-Bay-NAS |
| Breite laut Hersteller | 105 mm |
| HDMI-Anschlüsse | 1 Stück |
| Höhe laut Hersteller | 165 mm |
| LAN mit 1 Gbit/s | 0 Stück |
| LAN mit 2,5 Gbit/s | 2 Stück |
| M.2-Steckplätze | 2 Stück |
| PCIe-Erweiterungssteckplätze | 1 Stück |
| RAM im Lieferzustand | 8 GB |
| SATA-Laufwerksschächte | 2 Stück |
| Tiefe laut Hersteller | 226,5 mm |
| USB 2.0 | 2 Stück |
| USB mit 10 Gbit/s | 2 Stück |
| USB mit 5 Gbit/s | 0 Stück |
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Netzwerk, SSDs und PCIe gezielt einsetzen
Zur festen Hardware gehören zwei 2,5-Gigabit-LAN-Ports, zwei M.2-PCIe-Steckplätze und ein PCIe-Gen3-x2-Erweiterungsplatz. Damit können beispielsweise getrennte Netzwerkaufgaben, ein geeigneter SSD-Aufbau oder eine kompatible Erweiterung geplant werden. Die passende Karte und deren tatsächliche Leistungsgrenzen sind gesondert zu prüfen. [1]
Zwei Netzwerkbuchsen verdoppeln nicht automatisch die Geschwindigkeit einer einzelnen Dateiübertragung. Nutzen und Einrichtung hängen vom Netzwerkaufbau und den beteiligten Clients ab. Für einen einzelnen Arbeitsplatz ist zunächst ein durchgehend schneller Weg vom Computer bis zum NAS die wichtigere Grundlage.
Auch ein SSD-Cache ist keine pauschale Beschleunigung jeder Aufgabe. Häufige kleine Zugriffe können andere Anforderungen stellen als eine große einmalige Sicherung. Die SSD-Bestückung sollte daher zu den tatsächlich genutzten Anwendungen passen, statt allein wegen freier Steckplätze ergänzt zu werden.
Beim RAM den Hardwarestand vor dem Kauf klären
Die aktuelle QNAP-Spezifikation beschreibt für das TS-264-8G seit Januar 2024 DDR4-SODIMM, zwei Steckplätze und ein Maximum von 16 GB. Auch das aktuelle Datenblatt nennt diesen Stand. Daraus folgt jedoch keine sichere Zuordnung jeder unter derselben Modellkennung angebotenen Verkaufseinheit. [1] [2]
Ältere und aktuelle Hardwarebeschreibungen sollten deshalb nicht vermischt werden. Für ein geplantes RAM-Upgrade ist die Bestätigung des konkreten Händlergeräts wichtig. In den technischen Daten dieser Review bleibt das für die Handelsausführung bestätigte RAM-Maximum offen; die vorhandenen 8 GB sind davon getrennt erfasst.
Wer mit dem gelieferten Speicher auskommt, erhält bereits einen brauchbaren Ausgangspunkt für mehrere typische NAS-Aufgaben. Wer gezielt mit größeren virtuellen Maschinen plant, sollte die Revisionsfrage vor dem Kauf beantworten und zusätzlich den Bedarf des NAS-Betriebssystems berücksichtigen.
Was der abgegrenzte Originaltest zeigt
PC-WELT prüfte im Dezember 2025 ein TS-264-8G mit SODIMM-RAM, zwei Seagate-IronWolf-Festplatten ST4000NE001 zu je 4 TB im RAID 1 und einem 2,5-Gigabit-Netzwerkweg. Im NAS Performance Tester mit 8.000-MB-Dateien nennt der Bericht ungefähr 247 MB/s beim Schreiben und 285 MB/s beim Lesen. Die Werte gehören zu diesem Aufbau. [4]
Der Test beschreibt außerdem die Einrichtung über Qfinder Pro und QTS einschließlich Speicherpool und Platzplanung für Snapshots. Eine erste Initialisierung kann Zeit benötigen. Für den Alltag ist deshalb ein fertig eingerichtetes und geprüftes System der passende Ausgangspunkt, bevor die bisherigen Datenbestände aufgegeben werden. [4]
Diese Beobachtungen stützen die Einordnung als leistungsfähiges Heim- und Kleinbüro-NAS. Ein direkter Zahlenvergleich mit anderen Geräten aus anderen Laboren wäre daraus nicht belastbar: Laufwerke, Dateigrößen, Protokolle und Softwarestände unterscheiden sich.
Sicherungen brauchen ein getrenntes Ziel
QNAP beschreibt Hybrid Backup Sync für Sicherungen auf ein weiteres NAS oder einen geeigneten Cloud-Speicher. Snapshots und deren Replikation ergänzen die Wiederherstellung. Für eine brauchbare Strategie müssen Aufbewahrung, Zugriffsrechte und das Ziel der zusätzlichen Kopie konkret festgelegt werden. [3]
Ein Snapshot im selben Gerät schützt nicht vor jedem Verlust des ganzen NAS. Eine räumlich oder technisch getrennte Kopie wichtiger Daten bleibt deshalb sinnvoll. Die Wiederherstellung sollte anhand eines kleinen Ordners ausprobiert werden, solange die Originaldateien noch sicher vorliegen.
Ein Cloud-Abonnement ist eine mögliche Ergänzung, keine pauschale Voraussetzung für den lokalen Grundbetrieb. Bei optionalen Diensten und Anwendungen lohnt die Prüfung der jeweiligen Lizenzbedingungen, bevor sie Teil des eigenen Sicherungsplans werden.
Fazit und Kaufempfehlungen
Das TS-264-8G ist besonders interessant, wenn Dateiablage und Sicherungen um zusätzliche Anwendungen wachsen sollen. Netzwerk, M.2 und PCIe liefern dafür eine vielseitige Basis. Die Hardware lohnt sich vor allem dann, wenn diese Möglichkeiten tatsächlich genutzt und gepflegt werden.
Für einen kleineren, auf Ablage und Sicherung konzentrierten Aufbau bleibt die Synology DS225+ eine sinnvolle Vergleichsrichtung. Beim QNAP sollten der gewünschte RAM-Ausbau, geeignete Laufwerke und die Gesamtkosten bereits vor dem Kauf feststehen. Eine bestätigte Händlerrevision verhindert dabei falsche Erwartungen.
So entsteht unsere Einordnung
Diese Recherche-Review nutzt die aktuelle QNAP-Hardware- und Funktionsdokumentation sowie den Originaltest von PC-WELT vom Dezember 2025. Dessen SODIMM-Gerät mit zwei 4-TB-IronWolf-Festplatten im RAID 1 wird von der nicht bestätigten Revision einzelner Händlergeräte unterschieden. Messwerte stammen aus dem externen Test; die Produktbewertung ist unsere fachliche Einordnung.
- QNAP TS-264-8G: aktuelle Hardwarespezifikation
- QNAP: TS-264-8G, dreiseitiges Hardware-Datenblatt
- QNAP TS-264: Backup-, Speicher- und Anwendungsfunktionen
- PC-WELT: TS-264-8G, Originaltest vom 9. Dezember 2025




























































































































































































